FIFA und Blair helfen betrogenen Jugendlichen | 2006-06-21
Berlin - Für 400 englische Jugendliche, die Opfer eines Ticket-Betruges bei der WM wurden, gibt es ein Happy End. Auf Initiative von FIFA-Präsident Joseph Blatter und des englischen Premierministers Tony Blair werden sie zur WM nach Deutschland eingeladen.
Das teilte der Fußball-Weltverband FIFA mit. Es war furchtbar für mich zu hören, dass die Kinder diesem entsetzlichen Betrug zum Opfer gefallen sind, sagte Blatter. Die Jugendlichen können darauf hoffen, FIFA-Freikarten für das Viertelfinalspiel des englischen Teams zu erhalten, wenn es sich für die Runde der letzten Acht qualifizieren sollte. Ansonsten dürfen sie auf jeden Fall bei der Viertelfinal-Begegnung am 30. Juni in Berlin dabei sein. Die Flugkosten werden von englischer Seite übernommen.
Ursprünglich wollte die Gruppe aus England das WM-Spiel Portugal - Iran am 17. Juni im Frankfurter Stadion sehen. Der Geschäftsführer eines englischen Reisebüros hatte die Karten für die Partie bei einer Adresse im englischen Internet geordert und dafür 54 000 Pfund (etwa 75 000 Euro) überwiesen. Doch beim vereinbarten Übergabetermin der Karten an einer Jugendherberge in Köln warteten die Jugendlichen vergeblich auf die Billetts.