Kölner Polizei setzte 137 WM-Besucher fest | 2006-06-21
Köln - Im Zusammenhang mit dem WM-Spiel England-Schweden in Köln hat die Polizei in der Nacht zum Mittwoch 137 Menschen vorübergehend festgesetzt - unter ihnen 99 Deutsche.
Auffällig ist, dass nicht englische oder schwedische Fans Ärger machten, sondern deutsche Landsleute, die ich größtenteils nicht zu den Fans zählen möchte, sagte Kölns Polizeipräsident Klaus Steffenhagen. Unter den festgesetzten Deutschen waren 43 als gewaltbereit eingestufte Hooligans. Zwei Polizisten sowie einige Hooligans seien leicht verletzt worden. Steffenhagen sprach angesichts von insgesamt rund 200 000 feiernden Fans von einem außerordentlich geringen Teil an Störern. Insgesamt waren nach Polizei-Angaben am Dienstagabend rund 60 000 bis 70 000 englische und rund 20 000 schwedische Fans in der Domstadt.
Neben der als problematisch eingestufte Partie Schweden-England (2:2) feierten viele Fans in Köln den Achtelfinaleinzug der deutschen Mannschaft. Im Vorfeld habe es Hinweise darauf gegeben, dass verschiedene Gruppen aus der Hooligan-Szene auf dem Weg nach Köln seien, um vor allem englische Fans zu provozieren.
Alkoholisierte Fußballfans sorgten nach dem deutschen Sieg auch in mehreren Orten Niedersachsens für Ärger. In Salzgitter besetzten rund 150 Menschen eine Straße. In Walsrode störten rund 400 Fans den Verkehr, als sie jubelnd durch die Innenstadt zogen.