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REGELRECHT: Das Elfmeterschießen | 2006-06-22


Berlin - Als Bundestrainer Helmut Schön 1976 in Belgrad fünf Freiwillige suchte, muss Franz Beckenbauer nicht hingehört haben. So bleibt das verlorene Finale der Europameisterschaft für immer der wunde Punkt von Uli Hoeneß.

Der Kaiser kniff, der Bayern-Manager traute sich. Sein Schuss in den Nachthimmel ist für Uli Hoeneß wie das Lindenblatt auf der Schulter des scheinbar unverwundbaren Siegfried.

Nach der Verlängerung stand es 2:2 gegen die Tschechoslowakei, das Elfmeterschießen musste her. Beide Trainer benannten fünf Schützen. Keiner hatte im Spiel die Rote Karte gesehen, alle durften also mitmachen. Die ersten vier Tschechen trafen, dann wurde erst Uli Hoeneß berühmt und danach Antonin Panenka. Er lupfte den frechsten Elfmeter der Fußball-Historie zum 5:3 über Sepp Maier. Alles war damit klar, das Elfmeterschießen daher sofort zu Ende.

Beim Afrika-Cup im Februar stand es im Viertelfinale Kamerun - Elfenbeinküste nach fünf Elfmeterschützen 5:5. Jeweils ein weiterer Spieler pro Team musste antreten. Dann noch einer. Und noch einer. Keiner konnte sich drücken. Es half nichts, alle elf trafen, auch die Torhüter. Erst zum Start des zweiten Durchganges gab es den ersten Fehlschuss. Didier Drogba - klar - machte mit dem zweiten Versuch das 12:11. Zumindest im Elfmeterschießen sind die Ivorer Weltmeister.


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