Ausländische Fußball-Fans fühlen sich wohl | 2006-06-22
Leipzig - Ausländische Fußballfans fühlen sich laut einer Studie bei der Fußball-WM zu Gast bei Freunden. Auf einer Skala zwischen 0 und 10 erreicht Deutschland bei der Freundlichkeit den Wert 8,81.
Das ergab eine repräsentative Umfrage der internationalen Studentenorganisation AIESEC. Dieses Ergebnis ist außerordentlich positiv, sagte Professor Helge Löbler bei der Vorstellung der Zahlen in Leipzig. Zwischen dem 9. und 14. Juni wurden zu Gruppenspielen in den WM-Städten fast 4000 Fans befragt.
Besonders hoch schätzen die Gäste ihre persönliche Sicherheit ein. Mit einem durchschnittlichen Wert von 9 kommen die WM-Städte nah an das Maximum heran. Freundlichkeit und Sicherheit sind die am höchsten bewerteten Kategorien, sagte Löbler, der die Untersuchung wissenschaftlich begleitete.
Probleme wegen der Hautfarbe habe er in Leipzig nicht erlebt, berichtete der internationale Co-Projektleiter, Damola Babalola aus Nigeria. Die Deutschen hätten sich als weltoffen erwiesen und auch Trikots anderer Nationen getragen. Diese Eindrücke werden immer in meinem Herzen bleiben.
Die Studie weist auch die unterschiedlichen Profile der WM-Städte aus. Als besonders modern empfanden die Gäste Berlin, Frankfurt und München mit fast gleicher Note. Hamburg überzeugte als Party-Stadt. In Berlin, Gelsenkirchen, Kaiserslautern und Leipzig wurden die FIFA- Helfer als besonders hilfreich bewertet.