Frankfurt/Main - Franz Beckenbauer sieht für eine Frauen- Fußball-Weltmeisterschaft 2011 in Deutschland gute Möglichkeiten - aber auch Konfliktpotenzial.
Der DFB hat mit seiner Bewerbung sehr gute Chancen, wäre da nicht Frankreich. Ich weiß nicht, ob man sich im Vorfeld irgendwie einigen kann, um damit einen innereuropäischen Konflikt zu vermeiden, sagte das künftige Mitglied im Exekutivkomitee des Weltverbandes FIFA im Gespräch der Woche auf der Internetseite des Deutschen Fußball-Bundes (DFB).
Vieles spräche für Deutschland, meinte Beckenbauer. Der DFB muss in Sachen Organisation nur die Schublade aufmachen und das Muster der WM 2006 herausholen. Wir werden eine hervorragende Stadionlandschaft und eine perfekte Infrastruktur anbieten können, sagte der 61- Jährige.
Doch gerade in dieser Hinsicht habe die FIFA ihre WM- Endrunden bei den Männern schon einige Male in Länder vergeben, um dort dem Fußball einen kräftigen Schub zu geben - beispielsweise Japan/Korea 2002 oder USA 1994. Auf jeden Fall werde es bei der Abstimmung des FIFA-Exekutivkomitees am 23. November in Durban (Südafrika) viel schwieriger, die europäischen Stimmen komplett für die deutsche Bewerbung - wie 2006 - zu gewinnen.
Der DFB hat sich mit folgenden zwölf Städten um die WM 2011 beworben: Berlin, Bochum, Frankfurt/Main, Magdeburg, Mönchengladbach, Wolfsburg, Bielefeld, Essen, Leverkusen, Augsburg, Dresden und Sinsheim. Die organisatorische Zentrale soll in Frankfurt/Main sein.
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