Zürich - Der Präsidenten-Peitsche folgt das Zuckerbrot: FIFA-Chef Joseph Blatter hat in seinem Kampf um die Fußball- Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika plötzlich die Strategie gewechselt und will die Gastgeber nun mit Streicheleinheiten zu schnelleren Vorbereitungen antreiben.
Ich rede nicht mehr von Katastrophen. Die WM wird in Südafrika stattfinden, sagte Blatter kurz vor dem am 30. Mai in Zürich beginnenden FIFA-Kongress. Erstmals seit Wochen stellte sich der Schweizer damit auch öffentlich wieder vorbehaltlos hinter die südafrikanischen Gastgeber, die er zuletzt mit Aussagen über mögliche Ersatzausrichter - darunter an erster Stelle Deutschland - aufgeschreckt hatte.
An Blatters Sorgen um die WM in drei Jahren hat sich dadurch freilich nichts geändert. Auch die Nennung der Ausweichländer war wohl letztlich nur ein deutliches Signal an Südafrika, die Bemühungen bei Stadienbau, Verbesserung der Infrastruktur und den brennenden Fragen der Sicherheit entschiedener anzugehen. Ein Scheitern Südafrikas wäre nämlich nicht nur wie von Blatter bezeichnet eine Tragödie für Afrika, sondern auch der größte anzunehmende Unfall in der Funktionärs-Karriere des 71-Jährigen. Ich kämpfe nicht für Südafrika, ich kämpfe gegen jene, die gegen Südafrika sind, sagte der FIFA-Chef, dessen Wiederwahl für eine dritte Amtsperiode am Donnerstag außer Frage steht.
Größtmögliche Unterstützung bekommt Blatter von seinem künftigen Afrika-Botschafter Franz Beckenbauer. Jeder muss dazu beitragen, dass diese WM in Afrika stattfindet und dass sie auch ein großartiger Erfolg wird. Diese WM wird nicht nur ein südafrikanisches Event, sondern ein gesamtafrikanisches. Der Stolz von ganz Afrika hängt an dieser WM, sagte Beckenbauer. Der Kaiser, der sich als Exekutiv- Mitglied der FIFA künftig besonders um die Belange der armen Verbände kümmern soll, hatte Deutschland als Ersatzort für 2010 stets strikt ausgeschlossen.
Die Vorbereitungen für die erste Fußball-WM auf afrikanischem Boden machten Fortschritte, betonte Blatter. Mit einer Spitzhacke werde er selbst nach Südafrika reisen, um die Bauarbeiten voranzubringen, hatte er einst mehr oder minder scherzhaft gesagt. Den Einsatz von großem Werkzeug muss Blatter im Auge behalten, denn die Sorgen sind weiter groß. Nicht umsonst begibt sich eine Delegation mit Blatter an der Spitze zu einer außerplanmäßigen Inspektionsreise vom 16. bis 18. Juni in den Staat am Kap.
Für den 18. Juli kündigte die FIFA ein Benefizspiel zwischen afrikanischen Altstars und einer Weltauswahl zu Ehren des 89. Geburtstags von Nelson Mandela in Kapstadt an. Rund um den FIFA- Kongress sind die Südafrikaner fast in Mannschaftsstärke vertreten. Gleich sieben Minister aus dem Kabinett von Staatspräsident Thabo Mbeki werden bei der offiziellen Einweihung der neuen FIFA-Zentrale am Dienstag in Zürich erwartet.
Rheinisches Derby als Horrortrip für die TrainerFC St. Pauli siegt 4:2 gegen Bremen IIHSV sucht Auswege aus der Krise: TrainingslagerVier Deutsche in FIFA-Auswahl - Sieben ItalienerTV-Poker eröffnet: 35 Nachfrager für Rechte-PaketeWolfsburger DAlessandro endgültig nach SaragossaOberhausen verpasst Sieg gegen BurghausenBrasiliens Fußball droht Mega-SkandalDelling: Zukunft mit Netzer ist völlig offenCatanias Coach nach Fußtritt gesperrt1698 |
1819 |
1756 |
1705 |
1939 |
13113 |
13316 |
13227 |
13349 |
13558 |