Berlin - Am zweiten Tag der 18. Fußball-Weltmeisterschaft ist das erste Eigentor gefallen und der erste Trainer zurückgetreten. Mitfavorit England kam in der Gruppe B in Frankfurt/Main nur unter Mithilfe Paraguays zum erwarteten Auftaktsieg.
Kapitän Carlos Gamarra war der Pechvogel, der in der 3. Minute per Kopf einen Freistoß von David Beckham zum 1:0 im eigenen Tor versenkte. Chaotische Zustände herrschen in Togos Mannschaftsquartier in Wangen im Allgäu. Der deutsche Trainer Otto Pfister warf wegen des andauernden Prämienstreits mit den Verbandsgewaltigen noch vor dem ersten Auftritt des WM-Debütanten die Brocken hin und reiste ab. Als Interims-Trainer soll Mawuena Kodjovi beim ersten Gruppenspiel gegen Südkorea auf der Bank sitzen.
Im Lager der deutschen Mannschaft herrschte Erleichterung über den 4:2-Auftaktsieg gegen Costa Rica. Der an der Wade verletzte Kapitän Michael Ballack absolvierte im Berliner Mannschaftsquartier ein Spezial-Programm, damit er rechtzeitig zum zweiten Gruppenspiel gegen Polen in Dortmund fit wird. Am Nachmittag gab Bundestrainer Jürgen Klinsmann den Nationalspielern frei.