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Argentinien schlägt Elfenbeinküste 2:1 | 2006-06-10


Hamburg - Mitfavorit Argentinien hat gleich zum WM-Auftakt mit einem starken Auftritt seine Titelambitionen unterstrichen und nach dem Debakel von 2002 bereits den Grundstein für die Achtelfinal-Qualifikation gelegt.

Vor den Augen von Fußball-Idol Diego Armando Maradona setzte sich der zweimalige WM-Champion in einer hochklassigen Begegnung mit 2:1 (2:0) gegen Afrika-Vizemeister Elfenbeinküste durch und feierte damit einen Einstand nach Maß.

Vor 50 000 Zuschauern in der ausverkauften Hamburger WM-Arena erzielten Hernan Crespo (24. Minute) und Javier Saviola (38.) die Tore für die Südamerikaner, die damit den ersten Schritt zur Wiedergutmachung für das klägliche Vorrunden-Aus vor vier Jahren gemacht haben. Die munter mitspielenden Afrikaner, für die Didier Drogba (82.) traf, stehen dagegen nun schon gewaltig unter Druck.

Wir sind wunderbar gestartet und sehr glücklich. Ich denke, dass es nun auch so weiter geht. Das war ein großer Schritt, jubelte Crespo nach dem spannenden Match. Dagegen war Drogba nach der knappen Niederlage enttäuscht: Gegen ein Team wie Argentinien geht so ein Spiel dann daneben, selbst wenn wir gut gespielt haben. Wir müssen uns jetzt erholen und es dann beim nächsten Mal besser machen.

Argentiniens Coach José Pekerman schickte wie erwartet seine zuletzt erfolgreiche Formation auf den Rasen. Jungstar Lionel Messi, der einen Muskelfaserriss zwar auskuriert, aber mehr als zwei Monate gefehlt hat, erlebte somit den Anpfiff auf der Reservebank. Seine Teamkollegen übten sofort Druck aus, die Ivorer hielten dagegen. Pech hatten die Südamerikaner bei ihrer ersten Torchance: Einen Kopfball des aufgerückten Verteidigers Roberto Ayala konnte Jean-Jacques Tizié nicht festhalten (14.). Ob der Ball bei der folgenden Rettungsaktion des Torhüters die Torlinie in vollem Umfang überquert hatte, blieb offen, Referee De Bleeckere (Belgien) ließ im Zweifel weiterspielen.

Zehn Minuten später konnte der im himmelblau-weißen Trikot auf der Tribüne sitzende Maradona dann doch jubeln. Juan Riquelmes Freistoß wehrte die Abwehr zu kurz ab und Torjäger Crespo staubte zu seinem 30. Länderspieltreffer ab. In der abwechslungsreichen Partie übernahm nun die Elfenbeinküste das Kommando. Bonaventure Kalou (30.), Didier Drogba (32.) und Abdul Kader Keita (35.), der aus vier Metern Keeper Roberto Abbondanzieri per Kopf nicht überwinden konnte, ließen aber erstklassige Einschussmöglichkeiten aus. Das rächte sich: Der starke Riquelme passte traumhaft auf Saviola und der vollendete zum 2:0.

Nach Wiederanpfiff setzte die taktisch sehr disziplinierte Albi Celeste ihren souveränen Auftritt fort, nahm dabei aber doch einiges an Tempo aus dem Spiel. In der Abwehr überragte Ayala in seinem 101. Länderspiel und im Mittelfeld regierte gekonnt Spielmacher Riquelme, der per Freistoß beinahe den dritten Treffer erzielt hätte (55.). Auf der Gegenseite versuchten die Afrikaner zwar alles, sie wirkten bei ihren Offensiv-Aktionen allerdings vorübergehend entmutigt. Die Argentinier waren sich ihrer Sache dann offenbar zu sicher. Der WM-Neuling bäumte sich noch einmal mächtig auf und Drogba (72.), vor dem der Favorit schon vor diesem Aufeinandertreffen einen Heidenrespekt hatte, scheiterte denkbar knapp. Zehn Minuten später machte es der Chelsea-Stürmer dann besser und traf zum verdienten Anschlusstreffer.


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