Oberhaching - Paraguays Stammtorhüter Justo Villar hat sich höchstwahrscheinlich einen Muskelfaserriss zugezogen und fällt für die Vorrunde der Fußball-Weltmeisterschaft aus.
Eine endgültige Diagnose könne er aber erst nach einer Ultraschalluntersuchung in München fällen, sagte der Teamarzt der Südamerikaner, Osvaldo Pangrazio. Der Torhüter müsse definitiv mindestens zehn Tage pausieren. Villar hatte sich im Vorrundenspiel gegen England (0:1) in Frankfurt/Main an der Wade verletzt und musste bereits nach acht Minuten ausgewechselt werden.
Große Hoffnungen für die kommenden Spiele setzt Paraguay in Roque Santa Cruz, der nach seiner Knieverletzung gegen England über 90 Minuten spielte. Die Angst, die er nach der Verletzung hatte, ist vorbei, ihm fehlt nur noch die Spielpraxis, sagte der Mediziner. Ende Oktober hatte sich der Profi des FC Bayern einen Kreuzbandriss zugezogen. Kurz vor dem WM-Start verletzte er sich im Training der Paraguayer erneut am Knie, erholte sich aber rechtzeitig. Aus medizinischer Sicht sprach nichts gegen seinen Einsatz, sagte Pangrazio.
Die in Frankfurt eingesetzten Spieler absolvierten im Teamquartier Oberhaching nur ein leichtes Training und zogen sich dann in den Kraftraum zurück. Auch Verteidiger Delio Toledos muss untersucht werden, er hatte sich im Spiel eine Muskelverhärtung zugezogen. Entwarnung gab der Teamarzt dagegen beim Eigentorschützen Carlos Gamarro, der nach einer Blessur aus dem England-Spiel über Schmerzen in der Wade klagte.
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