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Polizei zieht positive Bilanz nach ersten Spielen | 2006-06-11


Berlin - Nach den ersten Spielen der Fußball-WM haben die Polizeibehörden eine positive Bilanz gezogen. An Bahnhöfen, Flughäfen und den Grenzen gab es keine nennenswerten Vorkommnisse, sagte Wolfgang Sommerer, Sprecher des WM-Führungsstabs der Bundespolizei in Sankt Augustin, der dpa.

An den Grenzen etwa zu Belgien sei einigen wenigen gewaltbereiten Personen die Einreise verweigert worden. In Frankfurt/Main feierten die englischen Fans vor und nach dem Spiel gegen Paraguay (1:0) ohne größere Zwischenfälle. Ob in Sachsenhausen, am Römerberg, beim Fan-Fest am Mainufer oder am Hauptbahnhof - überall beherrschten die Gäste mit ihren weiß-roten Fahnen das Bild. Die Polizei war mit den 65 000 englischen Fans sehr zufrieden. Das Lob geht gleichermaßen an die Gäste, die sich tadellos verhalten haben, aber auch an unser neues Sicherheitskonzept, sagte ein Polizeisprecher.

Die Fans der argentinischen Fußball-Nationalmannschaft gingen nach dem Sieg über die Elfenbeinküste (2:1) auf der Hamburger Reeperbahn in eine feucht-fröhliche Verlängerung. Mehrere tausend Fußballfreunde feierten in der warmen Sommernacht im Stadtteil St. Pauli. Auch hier berichtete die Polizei von einem ruhigen Verlauf der Fan-Feiern.

Ohne Reibereien kehrten Tausende polnischer Fans nach dem 0:2 gegen Ecuador enttäuscht in ihre Heimat zurück. Die Rückreisewelle erfolgte an beiden Tagen sehr friedlich, sagte ein Sprecher der Bundespolizei in Frankfurt (Oder) am Grenzübergang. Aus Trauer und Ärger über den Fehlstart in Gelsenkirchen hätten viele Fans die Bekleidung gewechselt und ihre rot-weißen Polska-Schals und Mützen abgelegt.

Bundesweit gab es bis Sonntagnachmittag etwa 500 Festnahmen, die meisten davon wegen kleinerer Delikte. Der Alkohol macht doch einigen in der Sommerhitze zu schaffen, sagte ein Polizeisprecher in Leipzig. Keine Probleme gab es dagegen in den ersten zwei Fußballnächten mit den spontanen Autocorsos in vielen Städten. Die Polizei ließ die Autofahrer, die mit Hupkonzerten und wehenden Fahnen die Boulevards der Innenstädte jubelnd durchquerten,großzügig gewähren.


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