Mönche vor der WM-Glotze: Lachen verboten | 2006-06-12
Phnom Penh - Für buddhistische Mönche in Kambodscha ist das totale Fernsehverbot während der WM aufgehoben. Patriarch Preah Pothiveang Non Ngeth hat seinen Segen für Fußballerlebnisse vor dem TV-Schirm allerdings mit strengen Auflagen verbunden.
Lachen sowie erregte Ausrufe, ob nun über die deutsche Abwehr oder warum auch immer, sind streng verboten. Auch dürfen die Mönche unter keinen Umständen Wetten abschließen. Hier seien schon Klagen gekommen, berichtete Non Ngeth.
Da haben es katholische Kollegen leichter. Benediktiner-Pater Valentin im bayrischen Kloster Andechs erzählte dem Tagesspiegel, dass er die Spiele immer im Wappensaal des klösterlichen Braustüberls guckt. Dort ordere er mit Ordensbruder Pater Lambert vor der Großbildleinwand ab und an auch ein Bier aus der eigenen Brauerei. Beim Spiel Deutschland-Polen allerdings gibt es auch für die katholischen Gottesmänner kein Pardon: Um 18 Uhr geht die Heilige Messe vor: Vielleicht schaffen wirs zur zweiten Halbzeit.