Trotz WM-Spiel Verhör im italienischen Skandal | 2006-06-12
Rom - Nur wenige Stunden vor dem ersten WM-Spiel Italiens gingen die Verhöre im italienischen Fußbal-Skandal weiter. Der Chef-Ermittler des Fußballverbandes (FIGC), Francesco Saverio Borelli, vernahm in Rom den ehemaligen Geschäftsführer von Juventus Turin, Antonio Giraudo.
Einzelheiten des dreistündigen Gesprächs wurden nicht bekannt. Giraudo gilt als enger Vertrauter des Hauptverdächtigen des Skandals, Ex-Juventus Turin-Manager Luciano Moggi. Wir werden ausschließlich im Gerichtssaal aussagen, sagte Giraudos Anwalt nach dem Verhör. Und wir hoffen, dass die anderen das auch tun werden. Moggi selbst hatte eine Aussage vor den Verbands-Ermittlern mit der Begründung abgelehnt, er sei aus dem Fußball-Verband bereits ausgetreten. Nach den mutmaßlichen Spiel-Manipulationen in der Serie A in den vergangenen Jahren, die seit dem Ausbruch des Skandals Schlagzeilen machen, droht dem Rekordmeister Juve ein Zwangsabstieg aus der obersten italienischen Spielklasse.