Porto - Nach dramatischen Halbfinal-Partien greifen die Niederlande und die Ukraine in Porto in einer echten Premiere nach der Krone im europäischen Junioren-Fußball.
Beide Nationalmannschaften konnten sich bei den Titelkämpfen in Portugal erstmals für das Endspiel einer U-21-Europameisterschaft qualifizieren. Ein Favorit ist bei der Neuauflage des Auftaktspiels der Gruppe B, das die Ukraine am 24. Mai mit 2:1 für sich entschied, allerdings nicht auszumachen. Die Niederlande überzeugten im Halbfinale durch ihre Kombinationsstärke, die Ukraine stand sehr kompakt in der Abwehr.
Während die Auswahl der Oranjes das Endspiel in der Verlängerung mit einem 3:2-Sieg über Frankreich erreichte, musste die Ukraine im Semifinale gegen Serbien und Montenegro sogar ins Elfmeterschießen und bewies beim 5:4-Erfolg gegen Serbien und Montenegro die besseren Nerven. Nach torlosen 120 Minuten ging auch das Elfmeterschießen in die Verlängerung. Erst als der Serbe Milan Purovic mit dem insgesamt zwölften Elfmeter scheiterte, jubelte die Auswahl der Ukrainer von Trainer Oleksiy Mikhailschenko.
Meine Mannschaft ist sehr nervenstark und gefestigt. Uns kann offenbar nichts umwerfen, sagte Mikhailschenko nach dem Erfolg über den EM-Zweiten von 2004. Nicht minder selbstbewusst geben sich die Niederlände vor dem Endspiel im Estádio do Bessa Século XXI von Porto. Wir haben in der Verlängerung geduldig auf unsere Chance gewartet und eine starke französische Mannschaft bezwungen. Jetzt freuen wir uns auf das Finale, sagte der niederländische Coach Foppe de Haan, dessen Mannschaft etwas schwerfällig ins Turnier kam.
De Haan lobte vor allem vor seine Torschützen. Nicky Hofs (6./107. Minute) und Klaas Jan Huntelaar (38.) waren für die Niederlande erfolgreich, für Frankreich trafen Julien Faubert (51.) und Bryan Bergougnoux (85.). Unsere Treffer waren schön herausgespielt, sagte der Coach. Insbesondere Stürmer Huntelaar von Ajax Amsterdam, der diese Saison mit 33 Treffern Torschützenkönig der niederländischen Ehrendivison wurde, enttäuschte zu Turnierbeginn, scheint seine Form aber gerade rechtzeitig wiedergefunden zu haben. Das deutsche Team war nicht über die Gruppenphase hinausgekommen.
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