Altenkunstadt - Der Gründer des Plüschtier-Herstellers Nici, Ottmar Pfaff, sitzt wegen Verdachts des besonders schweren Betruges in Untersuchungshaft. Dies teilte die Staatsanwaltschaft Hof mit. Bei seiner Vernehmung habe Pfaff Angaben zur Sache gemacht.
Dies wird die Ermittlungen erleichtern und beschleunigen, sagte der Leiter der Staatsanwaltschaft Hof, Gerhard Schmitt. Die Nici AG aus dem oberfränkischen Altenkunstadt produziert das WM-Maskottchen Goleo.
Pfaff wird vorgeworfen, Scheingeschäfte in Höhe von rund 50 Millionen Euro getätigt zu haben. Die Forderungen verkaufte er an so genannte Factoring-Gesellschaften, spezielle Finanzunternehmen, die Firmen Forderungen abkaufen. Von diesen soll Pfaff rund 40 Millionen Euro ausbezahlt bekommen haben, auf die er auch Steuern zahlte. Wohin das Geld geflossen ist und in welcher Höhe, muss noch nachvollzogen werden, sagte Chefermittler Schmitt. Zu Summen werde er sich nicht äußern.
Pfaffs Verteidiger Wolfgang Dingfelder sagte, sein Mandant habe in einer umfangreichen Vernehmung ein Geständnis abgelegt. Danach sei der Haftbefehl ergangen. Dingfelder sagte, er werde keine Beschwerde gegen den Haftbefehl für Pfaff einlegen. Jetzt hat er zunächst einmal die Gelegenheit, zur Besinnung zu kommen, sagte der Anwalt. Das Geld hatte Pfaff nach Angaben von Dingfelder in das Unternehmen investiert. Der Jurist rechnet mit einer zügigen Anklageerhebung. Das Geständnis habe schließlich die Arbeit der Staatsanwaltschaft erleichtert.
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