Berlin - Bei der Überprüfung von Akkreditierungen für die Fußballweltmeisterschaft haben die Sicherheitsbehörden bis jetzt 400 Anträge abgewiesen.
Dies sagte der Leiter des Vorbereitungsstabes der Innenministerkonferenz (IMK), Jürgen Mathies, bei einem Sicherheitsforum der Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Berlin. Die Veranstalter erwarten 250 000 Akkreditierungen. Neben 18 000 Medienvertretern geht es auch um Personen mit direktem Zugang zu den Stadien, wie etwa Servicepersonal. Die Ablehnung einer Akkreditierung wird ohne Begründung dem Organisationskomitee übermittelt.
Bei der Fußball-WM unterstützen voraussichtlich 500 ausländische Beamte die deutschen Sicherheitsbehörden. Zudem werden sich Verbindungsstaatsanwälte in Deutschland aufhalten, um Verfahren gegen ausländische Straftäter als Zeugen zu verfolgen. Auch aus dem Iran kommen Verbindungsbeamte zur WM. Die Zusammenarbeit mit Teheran sei gut, sagte der Sicherheitsbeauftragte des Bundesinnenministeriums und Vorsitzende des Bund-Länder-Ausschusses, Gregor Rosenthal. Es sei auch möglich, dass der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad komme. Derzeit gebe es darüber aber noch keine Informationen.
Mathies sagte, die Polizei sei gut aufgestellt. Abwehrmaßnahmen würden im Vorfeld auf allen Ebenen abgestimmt. Man erwarte bei den 2,2 Millionen deutschen und 1 Million ausländischen Stadienbesuchern auch Gewalttäter. Durch mehrfache Überprüfungen werde sichergestellt, dass niemand eine Karte erhalte, gegen den ein Stadienverbot bestehe. Die Polizei suche gezielt Personen auf, von den Gefährdungen ausgehen könnten, sagte der Leitende Polizeidirektor.
Besonderes Augenmerk gilt den etwa 400 öffentlichen Plätzen, auf denen die Spiele auf Großleinwänden übertragen werden. Nach Aussage von Mathies werden diese Plätze gesondert gesichert. Der Zutritt soll kontrolliert werden. Der GdP-Vorsitzende Konrad Freiberg forderte im Fernsehsender n-tv Sicherheitsstandards wie in Stadien: Einzäunung, Kontrolle beim Zugang, kein Flaschen-Verkauf an den Bierständen, damit Flaschen nicht als Wurfgeschosse verwendet werden. Erforderlich sei auch eine Video-Überwachung dieser Plätze.
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