Cottbus - Fußball-Bundestrainerin Silvia Neid hat ihre Nationalspielerinnen vor einer Unterschätzung des nächsten WM- Qualifikations-Gegners Irland gewarnt.
Es wäre sträflich zu denken, das ist ein vermeintlich schwacher Gegner. Das ist eine Mannschaft, die ein starkes Bollwerk in der Abwehr hat und gegen die man konzentriert spielen muss, sagte Neid beim Treffen ihres 18-köpfigen Aufgebots in Cottbus. Im Stadion der Freudschaft trifft das DFB-Team auf dem Weg zur WM-Endrunde in China erstmals auf Irland. 4500 Tickets sind für die Partie verkauft. Der Verband hofft auf 7000 Zuschauer.
Dass der Welt- und Europameister ohne die Weltfußballerin Birgit Prinz (Innenbanddehnung im Knie) und Abwehrchefin Steffi Jones (Fußverletzung) antreten muss, ändert für Neid nichts an der Ausgangsposition. Wir sind der klare Favorit und Erster der Weltrangliste - Irland Nummer 32. Wir wollen und müssen gewinnen, betonte die 42-jährige DFB-Trainerin.
Deutschland weist derzeit mit drei Siegen aus drei Spielen in der WM-Qualifikationsgruppe 4 eine makellose Bilanz auf. Irland steht mit nur vier Punkten aus fünf Partien auf dem vierten und damit vorletzten Tabellen-Platz. In der Lausitzer Stadt Cottbus, die dem Aufstiegs-Endspiel des Zweitligisten FC Energie gegen 1860 München entgegen fiebert, findet erstmals ein Frauen-Länderspiel statt.