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Lemerre will Tunesien ins Achtelfinale führen | 2006-06-06


Schweinfurt - Bei Sonnenschein, aber empfindlicher Kühle hat Tunesiens Nationalmannschaft ihr erstes WM-Training in Deutschland absolviert.

Einen Tag nach der Ankunft im Quartier Schweinfurt bestritten die Akteure des Afrikameisters von 2004 im Willy-Sachs-Stadion eine leichte Übungseinheit. Ich versuche, Frische ins Team zu bekommen. Einige Spieler haben keine komplette Saison gespielt, andere müssen sich dagegen regenerieren, sagte Trainer Roger Lemerre.

Rund 900 Zuschauer verfolgten von der Tribüne aus die Ballstafetten und Laufübungen auf dem Rasen. Acht Tage vor dem Auftaktspiel in München gegen Saudi-Arabien sind alle tunesischen Spieler in guter Verfassung, sagte Lemerre. Am 7. Juni werden die Nordafrikaner ein letztes Testspiel bestreiten. Im Willy-Sachs-Stadion trifft das Team mit Adel Chedli und Jawhar Mnari vom 1. FC Nürnberg auf eine bayerische Amateurauswahl.

Um die Fußballfans vor Ort nicht zu enttäuschen und um ihnen die Möglichkeit zu geben, dass sie die tunesische Nationalmannschaft live erleben können, haben wir kurzfristig zugesagt, sagte BFV-Geschäftsführer Jürgen Igelspacher in München. Die Suche nach einem Gegner für das letzte Testspiel vor der Fußball-WM hat sich für Tunesien äußerst schwierig gestaltet. Nach vergeblichen Versuchen mit Kuwait, dem Irak und Libyen sagte auch Neuseeland das Spiel ab.

Tunesiens Trainer Roger Lemerre sagte: Natürlich hätte ich gern gegen eine stärkere Mannschaft gespielt. Aber andererseits ist es auch eine Ehre für uns, gegen eine bayerische Auswahl zu spielen. Die Stadt Schweinfurt hatte wochenlang vergeblich versucht, ein Testländerspiel für ihre Gäste aus Tunesien auf die Beine zu stellen. Am meisten Aufsehen erregte die gegen den Irak geplante Partie. Die ursprünglich als Grund für die Absage genannten Probleme bei der Visa-Ausstellung für die irakischen Fußballer wurden vom Auswärtigen Amt nicht bestätigt. Vielmehr

Für Lemerre ist bereits die erste Partie am 14. Juli ein entscheidendes Spiel in Gruppe H. Es gibt zwei Schlüsselspiele: Tunesien gegen Saudi-Arabien und Ukraine gegen Spanien. Danach werden wir sehen, was weiter nötig ist, sagte er.

Der Trainer will Tunesien erstmals ins WM-Achtelfinale führen. Es ist ein Traum dieses Landes, einmal die zweite Runde zu erreichen. Das ist auch mein Traum und ich hoffe, dass wir ihn erfüllen können, sagte er. Tunesien ist zum vierten Mal bei einer WM-Endrunde und konnte bislang mit dem 3:1 gegen Mexiko 1978 nur einen Sieg feiern.


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