Rom/Berlin - Dem Kapitän von Fußball-Weltmeister Brasilien, Cafú, droht Ungemach von der italienischen Justiz.
Staatsanwalt Antonello Racanelli hat in Rom nach Medienberichten jeweils neun Monate Haft für den Profi vom AC Mailand und seine Frau Regina Feliciano De Moraes gefordert. Den beiden wird Passfälschung vorgeworfen. Cafú soll, als er den Antrag für die doppelte Staatsbürgerschaft für sich und seine Gattin gestellt hat, gefälschte Dokumente vorgelegt haben. Cafú hat von 1997 bis 2003 beim Erstligisten AS Rom gespielt.
Ich habe dazu nichts zu sagen, weil ich offiziell darüber nicht informiert worden bin, meinte der 36 Jahre alte Abwehrspieler nach dem Abschlusstraining der Brasilianer in Berlin, wo ihr WM-Auftaktspiel gegen Kroatien stattfindet. Ich muss erst einmal mit meinen Leuten in Italien reden, um mich über die Situation zu informieren, aber ihr könnt beruhigt sein.
Brasiliens Nationaltrainer Carlos Alberto Parreira stellte sich hinter Cafú, der zum vierten Mal hintereinander ein WM-Finale erreichen will. Cafú hat gesagt, dass er nichts zu befürchten hat. Für uns ist das Thema damit erledigt, sagte Parreira. In erster Instanz waren Cafú und weitere Beteiligte freigesprochen worden, der Fall wurde aber 2004 neu aufgerollt. Racanelli forderte zudem zehn Monate Haft für Roms Präsidenten Franco Sensi und neun für den argentinischen Profi Gustavo Bartelt. Dieser war im November 2001 vom Italienischen Fußball-Verband (FIGC) für ein Jahr gesperrt worden.
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