Athen - Auch ohne den erneut auf der Ersatzbank schmorenden deutschen Fußball-Nationalspieler Andreas Hinkel ist der FC Sevilla locker in die Champions-League-Gruppenphase eingezogen.
Die Iberer, die bereits das Hinspiel mit 2:0 für sich entschieden hatten, setzten sich im zweiten Qualifikations-Duell erneut sicher mit 4:1 (3:0) gegen AEK Athen durch. Luis Fabiano (31./Foulelfmeter, 41.), Seydou Keita (45.) und Alexander Kerschakow (53.) trafen für die Spanier, Rivaldo (82./Foulelfmeter) war für AEK erfolgreich.
Die Partie war wegen des Todes von Sevillas Profi Antonio Puerta um eine knappe Woche verschoben worden. Zu Ehren des Auswahl-Akteurs, der nach seinem Zusammenbruch im Punktspiel gegen den FC Getafe gestorben war, wurde während der Partie eine Gedenkminute eingelegt. Vor dem Anpfiff waren zudem Spielszenen mit dem spanischen Auswahlkicker eingespielt worden. Wir danken AEK für diese Initiative. Sie haben gezeigt, dass sie ein großer Club sind, sagte Sevillas Coach Juande Ramos, der im Gegenzug den Angehörigen der Opfer der Waldbrände in Griechenland kondolierte.
Im Rückspiel war neben dem zweifachen Torschützen Fabiano dessen brasilianischer Landsmann Daniel Alves der überragende Mann auf dem Platz. Der rechte Außenverteidiger, dessen Wechsel zum FC Chelsea trotz einer Londoner 30-Millionen-Offerte vom FC Sevilla abgelehnt wurde und an dem der Ex-Stuttgarter Hinkel wohl auch künftig nicht vorbeikommen wird, holte vor dem 1:0 den Elfmeter heraus und bereitete zudem Keitas Treffer gekonnt vor. Sevillas Keeper Andres Palop parierte einen Strafstoß von Gustavo Manduco (65.), ehe ihn Rivaldo später vom Elfmeterpunkt aus dann doch bezwingen konnte.
Wir haben einen großen Schritt gemacht, frohlockte Ramos. Er rechnet sich in der bereits am Freitag ausgelosten Vorrunden-Gruppe H auch gegen den FC Arsenal, Steaua Bukarest und Slavia Prag Chancen aus. Es gibt Teams in unserer Gruppe, die mehr Erfahrung haben. Aber unsere junge Mannschaft wird kämpfen, das kann ich versprechen, betonte Ramos. Die in der Qualifikation gescheiterten Griechen bekommen es im UEFA-Cup-Wettbewerb mit Red Bull Salzburg zu tun.
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