Herzogenaurach - José Pekerman ist rund eine Woche vor dem WM-Auftakt mit dem Zustand der argentinischen Fußball-Nationalmannschaft vollauf zufrieden, nur der Trubel um Jungstar Lionel Messi bereitet dem Coach Kopfzerbrechen.
Von Messi erwartet die ganze Welt, dass er eine der Figuren der WM wird, aber wir müssen ihn mit Ruhe behandeln, wurde der Trainer in argentinischen Medien zitiert.
Messi, der nach einer rund zweieinhalbmonatigen Verletzungspause wegen eines Muskelrisses seit Anfang März kein Spiel mehr von Beginn an bestritten hat, müsse mit Bedacht und ohne Eile gepuscht werden. Ohne ihn unter Druck zu setzen, forderte Pekerman, der seinen 18 Jahre alten Hoffnungsträger bremsen muss: Er will immer spielen.
Der als ehemaliger U-20-Coach mit reichlich Erfahrung im Umgang mit jungen Spielern sowie drei Junioren-WM-Titeln ausgestattete Pekerman geht davon aus, dass Messi bis zum Auftaktspiel am 10. Juni in Hamburg gegen die Elfenbeinküste wieder topfit ist. Mit jeder Trainingseinheit läuft es besser und ich hoffe, dass er bis dahin in Bestform ist, sagte der Chef des argentinischen Teams.
Auch insgesamt zeigte sich der Coach hoch zufrieden mit der Vorbereitung seiner Mannschaft auf dem Weg zum erhofften dritten WM-Titel Argentiniens nach 1978 und 1986. Die Spieler würden wunschgemäß ihre Aufgaben erfüllen, sagte Pekerman im Trainingslager im fränkischen Herzogenaurach. Der körperliche und fußballerische Zustand seiner Jungs sei optimal. Derweil hat Pekerman die Schlagzahl erhöht. Die 23 Spieler absolvierten erstmals ein über zwei Stunden dauerndes Training.
Neben Übungsspielen stand auch das Einstudieren von Standardsituationen auf dem Programm. Am späten Nachmittag ging es dann zu einer weiteren geheimen Trainingseinheit auf den Adi-Dassler-Sportplatz.
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