Cissé nicht zur WM - Operation nach Beinbruch | 2006-06-08
St. Etienne - Die französische Fußball-Nationalmannschaft muss bei der Weltmeisterschaft in Deutschland ohne den Stürmerstar Djibril Cissé vom FC Liverpool antreten.
Bei einem Zweikampf mit dem Chinesen Zheng brach sich Cissé zwei Tage vor dem Beginn der WM das rechte Schien- und Wadenbein. Der 25-Jährige wurde noch am Abend in Saint-Etienne operiert, wo die Equipe Tricolore das letzte Testspiel vor der WM mit 3:1 gewonnen hatte. Das tut weh, sagte Nationaltrainer Raymond Domenech. Die Mannschaft steht unter Schock. Das ist ein Trauma. Man verliert einen Spieler im letzten Augenblick. Das ist dramatisch.
Wer für Cissé bei der WM spielen soll, will Domenech nicht vor Beginn des Turniers entscheiden. Die Mannschaft wollte am Tag vor dem Eröffnungsspiel nach Deutschland starten. Am 13. Juni müssen die Franzosen in Stuttgart zuerst gegen die Schweiz antreten. Gemäß den FIFA-Regeln muss Domenech bis zum 12. Juni einen Ersatzmann benennen.
Cissé hatte sich bereits im Oktober 2004 das Schien- und Wadenbein gebrochen; damals hatte es das linke Bein erwischt. Cissé musste bis April 2005 aussetzen. Am Anfang war es uns nicht klar, doch als wir rangegangen sind, haben wir es begriffen, sagte Verteidiger Willy Sagnol von Bayern München. Er hat es sofort gewusst. Er hat das schon mal durchgelebt. Er weiß, was Schmerz ist. Innenverteidiger Lilian Thuram erklärte: Selbst wenn Cissé körperlich nicht bei uns ist, so bleibt er doch Teil der Mannschaft.