Istanbul - Der vom Fußball-Bundesligisten FC Schalke 04 umworbene Stephen Appiah hat nach Angaben seines Clubs Fenerbahce Istanbul nicht die Absicht zu gehen. Er habe nie erklärt, dass er Fenerbahce verlassen wolle.
Derartige Presseberichte seien allesamt falsch, habe der 26-jährige Mittelfeldspieler aus Ghana in einem Gespräch mit der Vereinsleitung erklärt, teilte der türkische Club mit. Den Gelsenkirchenern warf der türkische Meister unzulässige Abwerbung vor und legte deshalb Beschwerde beim Weltverband FIFA ein.
Appiah stehe bis 2010 bei Fenerbahce unter Vertrag, begründete der türkische Verein sein Vorgehen. Deshalb müsse Schalke statt mit dem Spieler oder seinem Manager mit unserem Club in Kontakt treten. An diese Regel hätten sich die Schalker nicht gehalten. Der Zweite der vorigen Bundesliga-Saison reagierte mit Befremden, wollte aber kein weiteres Öl ins Feuer gießen. Dieses Schreiben ist auch bei uns eingetroffen und uns daher bekannt. Wir sehen der Angelegenheit mit Gelassenheit entgegen, denn wir haben gegen keine einzige Richtlinie verstoßen, kommentierte Schalkes Vereinssprecher Gerd Voss.
Fenerbahce erklärte nach dem Gespräch mit seinem Spieler, zwischen beiden Seiten gebe es keinerlei Probleme. Appiah habe zugesichert, sein Bestes zu geben, damit Fenerbahce die für dieses Jahr in Europa gesteckten Ziele erreichen könne. Er sei nicht weniger eifrig bei der Sache als in seinem ersten Jahr bei Fenerbahce. Der Manager Appiahs sei in dem Gespräch ermahnt worden, dem Spieler nicht den Kopf zu verdrehen. Fenerbahce werde nur ernsthafte und offizielle Angebote prüfen.
Dem Vernehmen nach wollten beide Seiten über ihre unterschiedlichen Transfer-Vorstellungen sprechen. Fenerbahce fordert zehn Millionen Euro, die Schmerzgrenze der Schalker soll bei sieben Millionen Euro liegen. Zuvor hatte sich Manager Andreas Müller noch zuversichtlich geäußert: Appiah möchte zu uns - und nur zu uns.
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