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FIFA soll sich von Zwangsprostitution distanzieren | 2006-04-12


Straßburg - FIFA-Präsident Joseph Blatter soll sich nach einer Forderung des Europarates deutlich von Frauenhandel und Zwangsprostitution während der Fußball-Weltmeisterschaft in Deutschland distanzieren.

Wenn Blatter derartige Praktiken nicht klar verurteilt, werde er zum Komplizen von Kunden, die erzwungenen Sex kaufen, sagte in Straßburg die Berichterstatterin der parlamentarischen Versammlung, Ruth-Gaby Vermot-Mangold. Die parlamentarische Versammlung hat mit großer Mehrheit einen entsprechenden Text verabschiedet. Auch Fußballspieler und die Medien sollten öffentlich Zwangsprostitution und Frauenhandel verurteilen.

Die FIFA könne die Geschehnisse außerhalb der Stadien nicht kontrollieren und habe auch nicht die rechtlichen Möglichkeiten dazu, hatte der Präsident des Fußball-Weltverbandes der Schweizer Sozialistin Vermot-Mangold in einem Brief geschrieben. Nach Schätzungen von Nichtregierungsorganisationen sollen zur WM bis zu 60 000 Frauen und junge Mädchen hauptsächlich aus Osteuropa zur sexuellen Ausbeutung nach Deutschland geschleust werden.


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