Sport News :: Fussball News

SPORT NEWS:

SPORTWETTEN:

POKER

ARCHIV:

LINK EXCHANGE:

Berliner WM-Oase für Ballack & Co. | 2006-05-30


Leverkusen - Luxus-Resort auf Sardinien, Nobel-Herberge am Genfer See und ein Schlosshotel in Berlin - die deutschen Fußballer und ihr Betreuerstab logieren während ihrer WM-Mission wie Gott in Frankreich.

Für Jürgen Klinsmanns Projekt Titelgewinn scheut der Deutsche Fußball-Bund (DFB) weder Kosten noch Mühen - das Budget für die Weltmeisterschaft im eigenen Land kann zehn Millionen Euro deutlich überschreiten, vor allem wenn die Titelprämie von je 300 000 Euro an die 23 Spieler ausgezahlt werden muss.

Das stolze Investment in die Vorbereitung im Ausland, vier verschiedene Quartiere und den unter Klinsmann aufgerüsteten personellen Stab sehen die DFB-Funktionäre als notwendig und gerechtfertigt an. Es geht für uns um ein einmaliges Weltereignis. In den nächsten 50 Jahren werden wir keine WM mehr in Deutschland haben. Der DFB war verpflichtet, alles zu tun, was zum Erreichen des Ziels nötig ist, sagt DFB-Präsident Gerhard Mayer-Vorfelder. Wir haben einen recht großen Aufwand, aber unser Budget ist positiv. Wir werden keinen Verlust machen, versichert Teammanager Oliver Bierhoff, der den Etat durchboxte. Das DFB-Präsidium hat das Budget verabschiedet, das ich vorgeschlagen habe. Es steht voll dahinter.

Ein besonderes Ereignis erfordere besondere Maßnahmen, sagt Bierhoff zur Erfüllung fast aller Wünsche der sportlichen Leitung. Ein Sportpsychologe, ein Chefscout oder die Verpflichtung der US-Fitness-Trainer auf Honorarbasis - Klinsmann konnte für sein zunächst auf zwei Jahre angelegtes Projekt in die Vollen gehen. Der Betreuerstab ist größer als der 23-köpfige Spielerkader. Logistik und Umfeld entscheiden mit über den Erfolg. Die Zeiten der spartanischen Sportschulen wie beim Heim-Titelgewinn 1974 sind lange passé. In der heutigen Zeit, mit diesen Top-Athleten, kannst du nicht mehr nach Malente gehen, sagt Klinsmann: Nach fünf Tagen haben alle einen dicken Hals.

Der gefürchtete Lagerkoller kam in den vergangenen zwei Wochen weder bei der Regeneration mit den Familien der Spieler auf Sardinien noch beim knallharten Üben am Genfer See auf. Und auch das endgültige WM-Quartier, das Kapitän Michael Ballack und seine 22 Mitstreiter am 05. Juni in Berlin beziehen werden, soll eine Insel sein. Berlin ist optimal für uns, betont Klinsmann: Trotz des Trubels in der Hauptstadt sind wir in einer ruhigen Ecke.

Im abgeschiedenen Schlosshotel im Grunewald wird es Ballack & Co. an nichts fehlen. Eine Oase, so Bierhoff, wird dort geschaffen. Ruhe und Exklusivität werden garantiert, Zutritt hat nur der engste Zirkel und VIPs wie die Bundeskanzlerin oder der Bundespräsident. Selbst die Familien sollen nur an einem Tag der offenen Tür Einlass erhalten. Es werden dort generell keine fremden Personen zugelassen. Wir wollen die Spieler nicht abkapseln, aber wir wollen ihnen einen Bereich geben, in dem sie hundertprozentig wissen, da sind nur sie, da können sie sich ohne Kontrolle frei bewegen, meint Bierhoff.

Die 55 Zimmer sind komplett belegt, aber auch außerhalb der Trainingseinheiten und Spiele soll die Gemeinschaft gepflegt werden. So wird es einen Billardtisch und Flipper-Automaten geben. In Lounges mit großen Fernsehern sollen die Spieler die WM-Partien gemeinsam ansehen. Und im Garten werden drei Zelte errichtet, jeweils eines exklusiv für Spieler und Trainer. Da können die Spieler Kaffee trinken, Karten spielen oder einfach nur zusammen sein, erläutert Bierhoff. Diese Intim-Bereiche sind für Besucher absolut tabu.

Wenn sich der Kostenaufwand im WM-Erfolg niederschlagen sollte, dürfte Bierhoff auch bei den kommenden Großunternehmen wie der EM 2008 in Österreich und der Schweiz sowie der WM 2010 in Südafrika in den Etatverhandlungen mit der Verbandsspitze gute Karten haben. Ansonsten könnte wahr werden, was der scheidende DFB-Chef Mayer-Vorfelder in Genf vorsichtig andeutete: Wenn die WM vorbei ist, können gewisse Dinge auch wieder zurückgefahren werden.


Jari Litmanen: Sturz mit Milchglas in der Hand
Totti gibt den Azzurri einen Korb: Rom geht vor
Sporting setzt gegen Moskau auf Heimvorteil
Deutsche WM-Achtelfinals: Fast immer gewonnen
FC Basel zum elften Mal Schweizer Meister
DFL will Einsatz von deutschen Spielern honorieren
Marcell Jansen sieht UEFA-Cup als Highlight
Wolfsburg verliert 1:2 in Zagreb
Brasilianer Roberto Carlos erhält spanischen Pass
Sportfreunde Siegen kündigen Youssef Sofiane

1831 | 1734 | 1543 | 1564 | 1017 | 13777 | 13708 | 13268 | 13055 | 13397 |