Mailand - Drei Wochen vor dem Champions League-Duell mit Bayern München befindet sich der AC Mailand in der Krise. Nach einer desolaten Vorstellung schied Milan aus dem italienischen Fußball-Pokal aus.
Mit 0:3 gerieten die Mailänder im Viertelfinal-Rückspiel beim FC Palermo unter die Räder. Das war ein Untergang, titelte die La Gazzetta dello Sport. Nur mit dem Titelgewinn in der Champions League könnte die Mannschaft des umstrittenen Trainers Carlo Ancelotti die verkorkste Saison noch retten.
Der Glaube an die Wende fällt allerdings selbst in Mailand schwer, wo die La Gazzetta dello Sport schon so etwas wie Endzeitstimmung spürt. Die Musik ist aus, die Freunde sind gegangen, beschreibt Italiens größte Sporttageszeitung die traurige Stimmung in Mailand. Wir befinden uns in einer heiklen Situation, gab Trainer Ancelotti zu, der in Palermo einer unkonzentrierten Mannschaft zuschauen musste, die viel zu viele Fehler machte.
Nach der 0:1-Niederlage im Hinspiel in Mailand schossen der zwei Mal erfolgreiche Mariano Gonzalez und Andrea Caracciolo die Sizilianer mühelos ins Halbfinale. Noch an der Stätte des Debakels versuchte Ancelotti seine deprimierte Mannschaft auf ein Comeback gegen die Bayern einzuschwören: Ich bin mir sicher, dass Ihr wieder aufsteht, redete Ancelotti seinen Spielern ins Gewissen.
Gegen die Bayern geht es schon im Hinspiel am 21. Februar in der Münchner Allianz-Arena um alles oder nichts. Auch für den Trainer, dessen Stuhl trotz aller Treueschwüre von Milan-Vizepräsident Adriano Galliani und Club-Besitzer Silvio Berlusconi heftiger denn je wankt.
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