Gelsenkirchen - Der FC Schalke 04 kann doch noch gewinnen, Arminia Bielefeld muss nicht mehr um den Klassenverbleib zittern.
Die eingewechselten Sören Larsen (80.) und Hamit Altintop (88.) sicherten dem Revierclub in der Veltins-Arena mit ihren Treffern zum 3:1 (1:0) gegen Arminia Bielefeld den ersten Dreier nach sechs Spielen ohne Sieg. Zuvor hatte Marco Küntzel (50.) die Schalker Führung von Gerald Asamoah (40.) ausgeglichen. Der Revierclub wahrte damit seine Mini-Chance auf die abermalige Champions-League-Teilnahme.
Schalke-Trainer Mirko Slomka ließ Christian Poulsen auf der Bank, brachte dafür in Gustavo Varela einen weiteren Offensivspieler. Zudem fehlte der verletzte Abwehrspieler Mladen Krstajic, Ebbe Sand rückte erstmals nach Wochen wieder in der Startelf. Die Arminia, die bislang erst einmal (17. April 1971) in Gelsenkirchen gewinnen konnte, musste Isaac Boakye, Marcio Borges und Sibusiso Zuma ersetzen. Coach Thomas von Heesen setzte daher auf ein kompaktes Fünfer-Mittelfeld, um den für den Klassenverbleib noch notwendigen Punkt zu ergattern.
Sechs Tage nach dem Halbfinal-Aus im UEFA-Cup in Sevilla forderten die S04-Fans ihre Mannschaft mit einem Riesenbanner (Unser Schalke muss wieder erwachen, nur harte Arbeit kann dies möglich machen) zu mehr Leidenschaft auf. Die Knappen waren dann auch von Beginn an bemüht, Druck zu entwickeln, taten sich aber gegen die defensiv gut organisierten Gäste zunächst schwer. Mit zunehmender Spieldauer wurden die Aktionen gegen die nur auf Defensive bedachten Ostwestfalen, die ihre einzige Chance vor der Pause durch einen Flugkopfball von Michael Fink (38.) hatte, klarer und zwingender.
Beste Chancen durch Lincoln (32.) und Kevin Kuranyi (35.) machte Arminen-Torwart Mathias Hain zunächst zunichte. Doch die Schalker Führung lag in der Luft: Fünf Minuten vor der Pause konnte Hain einen Kopfball von Marcelo Bordon nach Lincolns Freistoß parieren, beim Nachschuss von Asamoah war der Keeper jedoch machtlos.
Nach dem 0:1-Rückstand reagierte von Heesen, brachte in der zweiten Hälfte in Fatmir Vata eine frische Offensivkraft. Bielefeld gab seine starre Defensivhaltung auf und wurde schon fünf Minuten später durch den Ausgleich von Marco Küntzel belohnt. Doch in der Schlussphase schaffte Schalke mit dem Doppelschlag doch noch den Sieg.
Als Gewinner konnten sich die Verlierer fühlen. Letzte Zweifel am Klassenverbleib wurden dank der übrigen Ergebnisse ausgeräumt. Dennoch waren die Arminen, die nach dem 1:1 von Marco Küntzel (50.) die Chance zum zweiten Sieg auf Schalke nach 1971 verpassten, nicht in Feierlaune. Nach einer Niederlage kann ich nicht in Jubel ausbrechen, sagte Coach Thomas von Heesen. Beim letzten Heimspiel gegen den bereits abgestiegenen MSV Duisburg soll die Party nachgeholt werden. Von Heesen: Wir wollen vor heimischer Kulisse die Saison mit einem guten Spiel abschließen.
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