Hamburg - Zum ersten Mal musste sich der Titelverteidiger für die WM qualifizieren, zum sechsten Mal könnte Brasilien Weltmeister werden, 30 Milliarden Zuschauer werden die Spiele am Fernseher verfolgen - die 18. Fußball-WM wird auch ein Turnier der Superlative.
Die dpa hat markante Zahlen und Daten zur Endrunde in Deutschland zusammengetragen.
1 Mal ist Jürgen Klinsmann als Spieler Weltmeister geworden. Jetzt will er Franz Beckenbauer nacheifern und auch als Trainer die WM gewinnen. Vor dem Kaiser hatte der Brasilianer Mário Zagallo (1958 und 1962 als Spieler, 1970 als Coach) das WM-Double geschafft.
2 Mannschaften (Deutschland, Italien) können zum vierten Mal Weltmeister werden.
3 verschiedene Teams (Frankreich 1986, USA 1994, Marokko 1998) hat Henri Michel bisher bei Weltmeisterschaften betreut. Mit der Elfenbeinküste reist der Franzose zum vierten Mal als Trainer zu einer WM. Damit wandelt Michel auf den Spuren von Weltenbummler Bora Milutinovic, der bei den letzten fünf Endrunden fünf verschiedene Teams betreut hatte.
4 Mal in Serie könnte Brasiliens Kapitän Cafú ein WM-Finale erreichen. Schon bei den Titelgewinnen 1994 und 2002 sowie im Endspiel 1998 (0:3 gegen Frankreich) war der Rechtsverteidiger dabei.
5 Mal hat Brasilien die Weltmeisterschaft (1958, 1962, 1970, 1994, 2002) gewonnen.
6 Mal haben die Gastgeber die WM gewonnen (Uruguay 1930, Italien 1934, England 1966, Deutschland 1974, Argentinien 1978, Frankreich 1998). Genau so viele WM-Debütanten gibt es (Angola, Elfenbeinküste, Ghana, Togo, Trinidad und Tobago, Ukraine).
7 Teams haben sich bislang die Krone des Weltfußballs aufgesetzt. Davon sind bis auf Uruguay alle bei der WM in Deutschland dabei.
12 Tore hat Brasiliens Stürmerstar Ronaldo bei seinen WM- Teilnahmen 1998 und 2002 erzielt. Bei der Endrunde könnte er Gerd Müllers Rekord von 14 WM-Treffern überbieten.
13 Mal hat der Franzose Just Fontaine bei der WM 1958 in Schweden getroffen. WM-Toptorjäger Gerd Müller benötigte für seine 14 Treffer zwei Turniere (1970, 1974).
14 Tore hat Jared Borgetti für Mexiko in der WM-Qualifikation erzielt. Damit war er vor Togos Emmanuel Adebayor und Portugals Pedro Pauleta (beide 11 Tore) treffsicherster Angreifer.
15 Unternehmen sind offizielle Partner der FIFA WM 2006.
17 Fußball-Weltmeisterschaften hat es bisher gegeben, in Deutschland findet die 18. statt. Nur Brasilien war bei allen Turnieren dabei.
23 Schiedsrichter aus 23 Nationen werden die 64 Begegnungen leiten. Der einzige deutsche WM-Referee ist Markus Merk aus Kaiserslautern.
25 Partien hat Deutschlands Rekord-Nationalspieler Lothar Matthäus bei seinen fünf WM-Teilnahmen 1982, 1986, 1990, 1994 und 1998 bestritten, so viele wie kein anderer Fußballer.
31 Tage wird die WM andauern, vom Eröffnungsspiel in München am 9. Juni bis zum Finale am 9. Juli 2006.
32 Teams treten bei der WM in Deutschland an.
42 Jahre und 39 Tage alt war Kameruns Angreifer Roger Milla im Spiel gegen Russland bei der WM 1994 in den USA. Damit ist Milla der älteste Profi, der jemals an einer Endrunde teilgenommen hat.
64 Spiele wird es bei der WM geben.
67 Treffer hat Mexiko in der WM-Qualifikation erzielt, der Bestwert. Von allen Endrundenteilnehmern traf Frankreich (14 Treffer) am seltensten ins gegnerische Tor. Bei der letzten WM schied die Equipe Tricolore als Titelverteidiger ohne einen Treffer nach der Gruppenphase aus.
84 Länderspiele hat Oliver Kahn bislang für die deutsche Nationalmannschaft bestritten, so viele wie kein anderer aktueller DFB-Akteur. Sofern sich die neue Nummer 1, Jens Lehmann, nicht verletzt oder während des Turniers gesperrt wird, dürfte kein weiteres hinzukommen.
103 Platzverweise haben die Schiedsrichter in den 847 WM- Qualifikationsspielen verhängt.
194 Teams aus sechs Kontinentalverbänden haben Qualifikations- Spiele für die Endrunde in Deutschland bestritten.
600 Euro kostet das teuerste WM-Ticket.
736 Spieler, 23 pro Nationalteam, nominieren die 32 Auswahltrainer für die WM.
15 000 so genannte Volunteers werden sich bei der WM um die Belange der Gäste, Mannschaften und Journalisten kümmern. Genau so viele Journalisten und Techniker haben sich für die WM akkreditiert.
300 000 Euro bekommen die deutschen Spieler im Falle eines WM- Sieges. 1974 erhielten Franz Beckenbauer und Co. 35 900 Mark und einen VW-Käfer für den Heim-Triumph.
1 000 000 Gäste aus aller Welt werden in Deutschland zur WM erwartet.
3 370 000 Zuschauer werden die Spiele in den Stadien verfolgen, 3 070 000 Tickets gingen dabei in den freien Verkauf.
15 600 000 Euro Prämie hat die FIFA für den Turniersieger ausgelobt.
30 000 000 000 Zuschauer weltweit werden die WM am Fernseher verfolgen.
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