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1:1 beim BVB: Frankfurt sichert Klassenverbleib | 2006-05-06


Dortmund - Eintracht Frankfurt muss nicht länger um den Klassenverbleib in der Fußball-Bundesliga bangen. Mit einem 1:1 (0:0) bei Borussia Dortmund entledigte sich der Aufsteiger aller Sorgen um eine Rückkehr in die Zweitklassigkeit.

Vor 80 200 Zuschauern im Signal Iduna Park sorgte Torschütze Du-Ri Cha (54. Minute) am vorletzten Spieltag für großen Jubel im Eintracht-Lager. Dagegen verspielte die Borussia trotz des späten Ausgleichstreffers von Salvatore Gambino (87.) die wohl letzte Chance auf den für die UI-Cup-Qualifikation nötigen 6. Rang.

Erleichtert atmete Frankfurts Trainer Friedhelm Funkel tief durch: Wenn es eine Mannschaft verdient hat, die Klasse zu halten, dann ist es Eintracht Frankfurt. Sie hat heute genau das gezeigt, was ich an ihr so schätze - sie hat mit unglaublich viel Herz gespielt. Ein möglicherweise böses Ende nahm die Partie für Sebastian Kehl. Der Dortmunder Nationalspieler musste in der 85. Minute das Spielfeld verletzt vorzeitig verlassen.

Viel Applaus von den Rängen gab es nur vor dem Anpfiff der Partie, als der zum Saisonende scheidende Jan Koller verabschiedet wurde. Doch die gute Stimmung der heimischen Anhänger hielt nicht lange vor: Zwar erspielte sich ihr Team von Beginn an Feldvorteile, aber kaum Torchancen. Mit taktischem Geschick und Zweikampfstärke hielt die ersatzgeschwächte Eintracht, die einmal mehr auf fünf Stammkräfte verzichten musste, dem Druck über weite Strecken mühelos stand.

Nur in der 32. Minute musste Oka Nikolov sein ganzes Können aufbieten, um einen Rückstand zu verhindern. Nach schönem Zuspiel von Kehl scheiterte der seit Wochen glücklose BVB-Torjäger Ebi Smolarek freistehend an dem Eintracht-Keeper. Und weil Frankfurt sich zumeist auf die Defensivarbeit beschränkte, blieben aufregende Torraumszenen in der bis zur Pause dürftigen Partie Mangelware. Auch der von BVB-Trainer van Marwijk wieder in die Startelf beorderte Tomas Rosicky blieb in seinem wohl letzten Heimspiel für den BVB weit unter seinen Möglichkeiten.

Die Einwechslung seines tschechischen Landsmannes Koller nach der Halbzeit blieb ebenfalls ohne Wirkung. Im Gegenteil: Wie aus dem Nichts ging der Gast in Führung. Mit einem fulminanten Fernschuss aus 22 Metern traf der Südkoreaner Cha ins Tor - und der Borussia mitten ins Herz. Benjamin Köhler und Ioannis Amanatidis verpassten es kurze Zeit später, auf 2:0 zu erhöhen. Der nun muntere BVB wurde erneut Opfer seiner Abschlussschwäche: Aus drei Metern traf Smolarek in der 73. Minute nur die Latte. Erst der wenige Minuten zuvor eingewechselte Gambino wendete mit einem Schuss aus zehn Metern die drohende Heimniederlage ab.


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