München - Manager Stefan Reuter will langfristig für den Fußball-Zweitligisten TSV 1860 München arbeiten. Ich denke keineswegs an Abschied; ganz im Gegenteil: Ich will hier bei den Löwen noch viel reißen, mithelfen, den Verein wieder nach oben zu bringen, sagte Reuter.
Zuvor hatte Reuter in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung erklärt: Ich konzentriere mich voll und ganz auf den Klassenerhalt. Falls das nicht klappt, kann man nach der Saison schauen, ob die Zusammenarbeit weiterhin Sinn hat. Ich würde jedenfalls gerne langfristig bei 1860 arbeiten.
Daraus zu interpretieren, ich würde über einen Abschied nachdenken, ist ein Witz, sagte Reuter, der das Amt im Januar angetreten hatte. Er steht zu 1000 Prozent hinter dem Verein, betonte Robert Hettich, Pressesprecher des Münchner Zweitliga-Clubs. Reuter hatte das Amt bei den Löwen im Januar angetreten.
Angesichts der drückenden finanziellen Sorgen befasst sich der Club mit der Möglichkeit des Verkaufs von Anteilen an der Allianz Arena. Um unsere Stadion-Probleme zu lösen, müssen wir entweder 1000 Business Seats mehr verkaufen, das wären drei Millionen Euro mehr pro Saison. Oder Anteile abgeben. Andere Lösungen gibt es für 1860 in der zweiten Liga nicht, sagte Geschäftsführer Stefan Ziffzer. Bis Ende Mai soll die Situation geklärt werden.
Wenn eine Änderung der Besitzverhältnisse am Stadion dazu beitragen können, die Strukturprobleme von 1860 zu lösen, wäre es nahezu kriminell, dieses Instrument nicht zu nutzen. Wenn wir sagen, wir wollen auf Gedeih und Verderb gleichrangiger Partner sein, dann gefährden wir die Fußball-GmbH des TSV 1860 und die Mannschaft, kurz gesagt: alles!, erklärte Ziffzer. Schlimm sähe es im Falle des Abstiegs aus der 2. Bundesliga aus. Die Allianz Arena - so schön sie ist - ist schon in der zweiten Liga eine Nummer zu groß. In der Regionalliga wäre sie zu den bestehenden Konditionen nicht bezahlbar.
Probleme gibt es auch bei der Lizenzierung durch die Deutsche Fußball Liga (DFL) für die neue Saison. Die DFL akzeptiert unseren Finanzplan für die nächste Saison in zwei wesentlichen Punkten nicht, sagte Ziffzer. Die kalkulierten Zuschauereinnahmen zweifele sie ebenso an wie die Reduzierung des Spieleretats.
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