Sport News :: Fussball News

SPORT NEWS:

SPORTWETTEN:

POKER

ARCHIV:

LINK EXCHANGE:

16 000 private Sicherheitsbeamte für WM | 2006-05-10


Frankfurt/Main - Mannschaftsquartiere, Trainingsplätze, Hotels und Stadien - rund 16 000 Mitarbeiter privater Sicherheitsdienste sollen bei der Fußball-Weltmeisterschaft für Ruhe und Ordnung sorgen. So bestimmt wie nötig, aber auch so freundlich wie möglich.

Denn aus der Kritik am teilweise harschen Auftreten der Aufpasser im Vorjahr beim Confederations Cup hat das Organisationskomitee rechtzeitig Lehren gezogen. Wir haben diese Baustelle früh erkannt, sagte der OK-Sicherheitsbeauftragte Helmut Spahn und gab knapp einen Monat vor Turnierbeginn am 9. Juni zu Protokoll: Wir sind gerüstet. So gut waren wir in Deutschland bei einem Großereignis noch nie aufgestellt.

Während in den zwölf WM-Arenen die ortsansässigen und bundesliga- erprobten Unternehmen zum Einsatz kommen, liegt das Wohl und Wehe der 32 Mannschaften und der FIFA-Offiziellen in ihren Quartieren und auf den jeweiligen Trainingsgeländen in den Händen der Firma Securitas. Die sieht sich mit ganz verschiedenen Ansprüchen der Mannschaften konfrontiert: Manche wollen total abgeschirmt werden, andere ganz offen auf ihre Fans zugehen, erklärte Axel Leyendecker, der seit Februar als Securitas-Vertreter beim OK arbeitet, in Frankfurt. Einige Trainingsstätten seien aus Sicherheitsgründen abgelehnt worden.

Mit 3000 Leuten will das internationale Sicherheitsunternehmen für die FIFA 138 Objekte schützen, gut die Hälfte des Personals ist eigens für die WM angeworben worden. Die neuen Leute hätten alle bereits die verlangte Sicherheitsüberprüfung überstanden und würden jeweils etwa 14 Tage ausgebildet, berichteten Firmenvertreter. Die übliche IHK-Ausbildung für Wachleute dauert dagegen nur eine Woche. Securitas-Deutschlandchef Manfred Buhl verwies darauf, dass man den Zuschlag wegen des schlüssigen Gesamtkonzepts und nicht wegen besonders günstiger Stundenpreise bekommen habe.

Flexibilität und Kundenfreundlichkeit waren Vertragsbestandteile, berichtet Spahn, der vor gut zweieinhalb Jahren zum OK stieß. Um schnell reagieren zu können, hat die Firma nach eigenen Angaben noch 2500 Mitarbeiter als Reserve akkreditiert. Flexibilität ist absolut notwendig, da sich zum Beispiel die Brasilianer immer noch nicht zu einem öffentlichen Training geäußert haben. Von den angemeldeten Sicherheitskräften seien weniger als ein Prozent abgelehnt worden. Leyendecker räumte ein, dass einzelne Mannschaften Wünsche angemeldet haben, von Angehörigen bestimmter Nationalitäten oder von Frauen nicht bewacht zu werden.

Die rund 30 Millionen Personalausgaben sollen sich bezahlt machen. Jeder, der zu uns kommt ist Gast und Kunde, lautet Spahns Credo, das er weiter vermittelt. Wichtig ist, dass die Dienstleister unsere Philosophie rüberbringen. Es soll nicht so sein, dass sich der Fan in seinen Freiheitsrechten eingeschränkt fühlt, erklärt Spahn und betont, dass ein einheitlicher Standard wichtig sei. Um dies zu gewährleisten, wird das Personal eigens geschult. Für die in den WM- Stadien eingesetzten Sicherheitsdienste übernimmt das wie auch bei den 15 000 freiwilligen Helfern die Deutsche Bahn.

Eingebettet ist die Arbeit der privaten Dienstleister in das nationale Sicherheitskonzept, das unter anderem auch den Einsatz von insgesamt 30 000 Bundespolizisten vorsieht. Von den privaten Ordnungshütern werden pro Spiel durchschnittlich 1100 bis 1200 tätig sein, bei Partien mit Konfliktpotenzial auch über 2000.

Einige von ihnen werden den Stadionbesuchern gleich am Eingang begegnen. Um einen reibungsloseren und stressfreieren Zugang zu ermöglichen, wurden die Zahl der Einlassstellen im Vergleich zu Ligaspielen verdreifacht. Wartezeiten sollen so deutlich verringert werden. Zuletzt hatte FIFA-Präsident Joseph Blatter seine Besorgnis ausgedrückt, dass durch zu rigide Einlasskontrollen Staus an den Stadionpforten und daraus resultierendem Frust bei den Besuchern sogar Sicherheitsprobleme entstehen könnten.

Das OK appelliert an die Fans, Verständnis für die erforderlichen Kontrollen zu haben, die zu Verzögerungen führen könnten. Gewisse Sicherheitsmaßnahmen sind einfach erforderlich, betonte OK-Sprecher Jens Grittner. Er rät den Zuschauern auch, so wenig Dinge wie möglich mit ins Stadion zu nehmen. Doch keine Sorge: Ausnahmen dürften aber auch gemacht werden. So meldeten sich bereits einige brasilianische Samba-Bands an. Und die haben zwar bekanntlich wenig an, dafür aber viel Gepäck dabei.


Extra Fußball
Barcelona gibt gegen Atlético erneut Punkte ab
Kiel leiht Rietpietsch von Duisburg aus
DFB bewirbt sich offiziell um Frauen-WM 2011
FC Bayern wieder an der Spitze
Spielerinnen gegen Weltauswahl nominiert
Bochum hält trotz 1:1 gegen Fürth Aufstiegskurs
Deutschland ohne Deisler zur EM
Streit: Maradona tritt als Boca-Vize zurück
Frankfurt auf Titelkurs - Duisburg mit Kantersieg

1244 | 1516 | 1764 | 1435 | 1102 | 13785 | 13688 | 13039 | 13382 | 13448 |