Bremen/Hannover - Der Wechsel des Nationalspielers Christian Schulz von Werder Bremen zum Bundesliga-Rivalen Hannover 96 ist perfekt. Der 24 Jahre alte Fußball-Profi einigte sich mit seinem neuen Arbeitgeber auf einen Vertrag bis 2011.
Ich freue mich auf meine neue Aufgabe und will 96 helfen, sagte Schulz nach der sportärztlichen Untersuchung im Olympiastützpunkt Hannover. Der Defensivspieler kostet eine geschätzte Ablösesumme von rund 1,5 Millionen Euro. Verrechnet werden dabei 500 000 Euro, die Werder aufgrund der Champions-League-Qualifikation für den Transfer von Per Mertesacker nachzahlen muss.
Zuvor hatte Schulz die Bremer Freigabe für den von ihm seit längerer Zeit angestrebten Transfer erhalten. Diese Personalie stand ja in den letzten Wochen immer im Raum, sagte Werder-Manager Klaus Allofs einen Tag nach dem Bremer 3:2-Sieg bei Dinamo Zagreb in der Champions-League-Qualifikation. Für Schulz war es nach zwölf Jahren das letzte Spiel im Werder-Trikot. Ich gehe davon aus, dass ich schon am Freitag mit meiner neuen Mannschaft trainiere, sagte Schulz.
Der aus dem niedersächsischen Bassum stammende Profi spielt meist als linker Verteidiger, kann aber auch im Mittelfeld eingesetzt werden. Schulz hat 103 Bundesligaspiele für Werder absolviert. In der Nationalmannschaft kam er bisher zu drei Einsätzen. Natürlich sind bei mir viele Emotionen im Spiel. Aber ich denke, es wird jeder verstehen, wenn ich nach zwölf Jahren Werder Bremen noch mal etwas anderes machen möchte. Ich bin dem Verein dankbar dafür, dass er mich ziehen lässt, sagte Schulz.
Zugleich bestätigte Werder Bremen das Interesse am Schalker U21- Nationalspieler Sebastian Boenisch. Er ist sicher ein interessanter Spieler. Wir haben seine Entwicklung in den vergangenen Jahren verfolgt, sagte Trainer Thomas Schaaf. Noch vor wenigen Wochen hatte der Abwehrspieler seinen Vertrag auf Schalke bis 2010 verlängert, gehörte bei den bisherigen Bundesligaspielen aber nicht zum Kader. Sebastian geht aber nur dann, wenn der andere Verein das ermöglicht, was wir uns wirtschaftlich vorstellen, wird Schalke-Manager Andreas Müller auf der Internetseite des Vereins zitiert.
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