Heraklion/Athen - Nach der Niederlage ihres Vereins AEK Athen im Endspiel um den griechischen Pokal gegen Olympiakos Piräus haben mehrere hundert Fußball-Fans auf der Heimfahrt von Kreta nach Athen an Bord einer Fähre randaliert.
Dabei sei ein Sachschaden von rund 150 000 Euro entstanden, berichtete das griechische Fernsehen. Es waren Wandalismen der schlimmsten Art. Diese Menschen haben nichts mit Sport zu tun, sagte der Kapitän des Schiffes, Wassilis Pashalis, im Fernsehen. Die nächtliche Fahrt an Bord der Fähre Ierapetra sei ein Albtraum gewesen, hieß es weiter.
Die außer Kontrolle geratenen Randalierer hatten Rettungsboote zerstört, Sofas und Sessel ins Meer geworfen, die Bar des Schiffes geplündert und die Aufenthaltsräume demoliert, berichtete das Fernsehen. Auch bei der Ankunft in der Hafenstadt Rafina im Osten Athens bewarfen die Randalierer die Polizei mit Leuchtkugeln und Gegenständen. Zwei Besatzungsmitglieder und ein Polizist wurden dabei leicht verletzt, hieß es. Im Hafen Rafinas mussten mehrere Einheiten der Bereitschaftspolizei zusammengezogen werden, um die Ausschiffung der Randalierer ohne weitere Zwischenfälle zu ermöglichen.
Ein Club-Sprecher erklärte, AEK Athen werde für die Schäden zunächst aufkommen und anschließend juristisch gegen die Randalierer vorgehen. Deren Identität sei dem Club-Vorstand bekannt, hieß es weiter. AEK Athen hatte das Cup-Endspiel gegen Olympiakos Piräus in der Hafenstadt Heraklion auf Kreta am Vorabend glatt 0:3 verloren.
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