Sport News :: Fussball News

SPORT NEWS:

SPORTWETTEN:

POKER

ARCHIV:

LINK EXCHANGE:

Mediziner raten WM-Touristen zur Masernimpfung | 2006-05-12


Essen - Wir sind die Keimschleuder der Welt, sagt der Leiter der Ständigen Impfkommission beim Robert Koch-Institut. Wenn es darum geht, Masern in der Welt zu verbreiten, ist Deutschland einer der Exportweltmeister.

Masernviren aus der Bundesrepublik erreichten 1998 sogar Brasilien und vier Jahre später Venezuela. Dort kam es jeweils zum Massenausbruch. Zur Fußball-WM sollten sich ausländische Touristen, die keinen Schutz haben, besser impfen lassen, rät nicht nur der Leiter der Impfkommission Prof. Heinz-Josef Schmitt. In Nordrhein-Westfalen ist die größte Masernepidemie seit Einführung der Meldepflicht 2001 in Deutschland ausgebrochen. Rund 1100 Menschen sind innerhalb von zehn Wochen erkrankt.

In den WM-Stadien und bei Fanfesten gebe es gute Übertragungsbedingungen, warnt der Leiter der Rostocker Tropenmedizin, Prof. Emil Reisinger. Immerhin würden Masernviren wie Erkältungsviren einfach über Tröpfcheninfektion über die Luft weitergegeben.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) will sich zusammen mit dem Robert Koch-Institut kommende Woche dem Thema Masern in Deutschland explizit widmen. Zwar sei die WM kein Thema, hieß es im Institut. Schmitt betont aber, dass darüber sehr wohl gesprochen werde. Die WHO macht sich Sorgen um Deutschland, sagt Schmitt.

Der Mediziner hält zum Beispiel das Vorgehen der Duisburger Gesundheitsbehörden während der Anfänge des jüngsten Masernausbruchs für schlicht unverantwortlich. Angesichts einer tödlichen Bedrohung durch die Krankheit - einer von 1000 Fällen endet statistisch tödlich - würde er in der Rolle betroffener Eltern Anzeige gegen den Oberbürgermeister und das Gesundheitsamt wegen fahrlässiger Körperverletzung stellen.

Mit Nachdruck fordert Schmitt von der Landesregierung, gesetzliche Regelungen, dass nur geimpfte Kinder öffentliche Einrichtungen wie Kindergärten und Schulen besuchen dürfen. Wenn die Politiker sagen, wir nehmen Masern hin, akzeptiere ich das. Aber man sollte bedenken: Masern sind kein Kavaliersdelikt und potenziell tödlich. Wer würde denn die Verantwortung übernehmen, wenn ein Lehrer von einer Schulreise mit einem toten Kind zurückkommt?, fragt sich Schmitt.

Als am 9. März die ersten 30 Fälle an einer Dusiburger Schule bekannt wurden, hätten die Gesundheitsbehörden zu wenig getan. Als die Zahlen hochgeschnellt sind, hat das Gesundheitsamt tatenlos zugesehen und Striche gemacht, kritisiert Schmitt. Nötig wären Riegelimpfungen gewesen, das heißt ein Durchimpfen in den betroffenen Gebieten. So sei es bei Appellen und der Nachverfolgung der Infektionswege geblieben.

Landesgesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) betonte, er habe die zuständigen Behörden in dieser Woche nochmals aufgefordert, alle nach dem Infektionsschutzgesetz möglichen und notwendigen Maßnahmen zu ergreifen. Dazu gehöre auch die Schließung von Schulen und Kindergärten. Der starke Ausbruch der Krankheit sei eine Folge des unzureichenden Impfschutzes. Inzwischen gehe die Zahl der Neuerkrankungen etwas zurück. Zu der Forderung, nur geimpfte Kinder in Kindergärten und Schulen zu lassen, hatte sich das Ministerium nicht äußern wollen.


Tor-Bienen feiern süßen Sieg
U 19-Juniorinnen stehen im WM-Finale
Ballack verletzt - Hoeneß lobt
St. Pauli steigt in die 2. Liga auf
Hertha korrigiert Saisonziel: UEFA-Cup
Statistik zu Kroatien - Australien
Guimaraes: Egal, ob Ballack spielt oder nicht
Kovac:: Thema Bayern ist für mich durch
Angesagt
Bielefeld unterliegt Besiktas Istanbul

1721 | 1222 | 1802 | 1749 | 1835 | 13558 | 13475 | 13168 | 13022 | 13861 |