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Nur Bundespräsident spricht bei WM-Eröffnung | 2006-05-12


Frankfurt/Main - In der Auseinandersetzung um das Rederecht bei der WM-Eröffnungsfeier zwischen FIFA-Präsident Joseph Blatter und WM-OK-Chef Franz Beckenbauer ist es offenbar zu einer salomonischen Lösung gekommen.

Bei der festlichen Zeremonie vor der Partie zwischen Deutschland und Costa Rica am 9. Juni in München soll nur Bundespräsident Horst Köhler zu Wort kommen. Das deutsche Staatsoberhaupt wird den Rasen der WM-Arena gemeinsam mit Blatter und Beckenbauer betreten und die 18. Titelkämpfe offiziell eröffnen. Redebeiträge von Blatter und Beckenbauer sind demnach nicht vorgesehen.

Hauptsache, dass einer spricht, damit die WM eröffnet wird. Das wird der Bundespräsident machen. Dafür haben wir ihn ja gewählt, sagte Beckenbauer bei der Eröffnung des WM-Fernsehzentrums in München. Wir haben wichtigere Dinge zu tun, als darüber zu reden, wer da spricht.

Die Bekanntgabe des genauen Ablaufs der Eröffnungsfeier wurde nochmals verschoben. Eine für den 14. Mai angesetzte Pressekonferenz in München wurde wegen Terminüberschneidungen abgesagt. Ein neuer Termin stand vorerst nicht fest.

Zwischen FIFA und WM-OK war ein Streit darüber entbrannt, in welcher Form Beckenbauer in die Feierlichkeiten eingebunden werden soll. In den ursprünglichen FIFA-Planungen war Beckenbauer, im Gegensatz zu Blatter, nicht als Redner vorgesehen gewesen. Ein Redeverbot für Beckenbauer hatte Blatter aber umgehend dementiert. Die jetzige Lösung war bei einem Gipfeltreffen mit Blatter und Beckenbauer in Zürich gefunden worden.


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