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Erneut Zuschauerrekord in der Bundesliga | 2006-05-14


Hamburg - Im Jahr der Fußball-WM hat die Bundesliga erneut einen Zuschauerrekord aufgestellt. Insgesamt verfolgten 12 396 388 Besucher die 306 Partien der Spielzeit 2005/2006. Damit wurde erstmals die Marke von 12 Millionen Zuschauern durchbrochen.

Das ergab eine dpa-Umfrage bei den 18 Erstligisten. Im Schnitt strömten rund 40 511 Fans in die Stadien, etwa 3000 mehr als in der vergangenen Spielzeit.

Trotz einer eher durchschnittlichen Saison war erneut Borussia Dortmund der größte Publikumsmagnet. Allerdings ging der Zuschauerschnitt mit 72 700 Fans in den 17 Heimspielen im Vergleich zur Vorsaison (Schnitt: 77 353) deutlich zurück. Insgesamt wollten 1 235 900 Besucher die Spiele des BVB im heimischen Stadion sehen. Schärfster Verfolger der Borussia in dieser Kategorie ist in diesem Jahr nicht mehr der Revier-Rivale FC Schalke 04. Durch den Umzug in das Schmuckstück Allianz-Arena hat Double-Gewinner FC Bayern München auch bei den Zuschauerzahlen den Konkurrenten aus Gelsenkirchen hinter sich gelassen und die Millionen-Marke geknackt.

Alle Heimspiele des Rekordmeisters waren ausverkauft, in der Vorrunde mit acht Mal jeweils 66 000 Zuschauern, in der Rückrunde nach einem Ausbau der Kapazität mit jeweils 69 000 Fans. Auch beim 3:3 im letzten Heimspiel gegen Borussia Dortmund sorgten 69 000 Besucher für ein ausverkauftes Haus, womit die Gesamtzahl der Zuschauer bei rund 1,15 Millionen liegt. Die Schalker durchbrachen am letzten Spieltag beim 3:2 gegen den VfB Stuttgart ebenfalls erneut die Schallmauer von einer Million Zuschauer. 1 041 124 königsblaue Fans (Schnitt: 61 243) verfolgten die Spiele in der Veltins-Arena.

Auf Platz vier der Zuschauergunst rangiert der Hamburger SV, dessen sportlicher Höhenflug sich auch bei den Zuschauerzahlen bemerkbar machte. Obwohl der HSV das mit 57 000 Zuschauern ausverkaufte Endspiel um die direkte Champions-League-Qualifikation mit 1:2 gegen Werder Bremen verlor, kann der Club auf eine Rekord- Saison verweisen: 896 753 Fans (Schnitt: 52 750) wollten die 17 Heimspiele in der AOL-Arena sehen.

Die von der dpa ermittelten Zahlen basieren auf einer aktuellen Umfrage bei den Vereinen und spiegeln den tatsächlichen Besuch wider. Die Zahlen unterscheiden sich dadurch auch von den offiziellen Erhebungen der Deutschen Fußball Liga (DFL). Das liegt daran, dass die Vereine der DFL nur die Anzahl der verkauften (bzw. bezahlten) Karten mitteilen. Nicht enthalten sind dort zum Beispiel die Tickets für Medienvertreter oder Karten für eingeladene Gäste.

Von Zahlen wie in München oder Dortmund können Clubs wie der FSV Mainz 05 oder Bayer Leverkusen nur träumen. In die deutlich kleineren Stadien kamen in Leverkusen durchschnittlich 22 235 Zuschauer pro Spiel, in Mainz waren es 20 165. Ebenfalls in dieser Größenordnung rangieren der VfL Wolfsburg (Schnitt: 21 965), Arminia Bielefeld (21 700) und der abgestiegene MSV Duisburg (24 387). Dagegen trugen die beiden anderen Aufsteiger Eintracht Frankfurt und 1. FC Köln zum Zuschauer-Boom bei. 830 488 Fans (Schnitt: 48 852) sahen die Heimspiele der direkt wieder in die Zweite Liga abgestiegenen Kölner, 711 671 (41 863) unterstützten die Eintracht in der Commerzbank-Arena erfolgreich im Abstiegskampf.


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