Basel - Mit sieben Bundesliga-Legionären, aber vorerst ohne Routinier Hakan Yakin wird die Schweiz bei der Fußball- Weltmeisterschaft in Deutschland antreten.
Nationaltrainer Jakob Kuhn berief am Montag Philipp Degen (Borussia Dortmund), Ludovic Magnin (VfB Stuttgart), Tranquillo Barnetta (Bayer 04 Leverkusen), Christoph Spycher (Eintracht Frankfurt), Marco Streller, Ricardo Cabanas (beide 1. FC Köln) und Raphael Wicky (Hamburger SV) in das 23-köpfige Aufgebot.
Nur auf Abruf bereit halten muss sich bei den Eidgenossen der Ex-Stuttgart-Profi Hakan Yakin, dessen Bruder Murat gar nicht berücksichtig wurde. Der Spielmacher von Young Boys Bern hatte zuletzt gute Leistungen gezeigt und sich Hoffnungen auf einen Platz im Kader gemacht.
Kuhn begründete die Nichtberücksichtigung des 29-Jährigen nun aber mit dessen verletzungsbedingtem Fehlen in den vergangenen fünf Länderspielen. Zudem ist der Charakter Yakins etwas speziell und es ist mir wichtig, dass Ruhe im Team herrscht, meinte Kuhn, der schon vor der Nichtnominierung von einer Never ending Story gesprochen hatte.
Ansonsten blieben größere Überraschungen im Kader des seit 2001 für die Schweizer Nationalmannschaft verantwortlichen Kuhn aus. Im Tor vertraut er dem ehemaligen Leverkusener Pascal Zuberbühler. Wegen seiner Sperre von sechs Pflichtspielen nach den Skandalszenen im entscheidenden Relegationsspiel zwischen der Schweiz in der Türkei fehlt der Frankfurter Benjamin Huggel.
In der Gruppe G trifft die Schweiz auf den ehemaligen Welt- und Europameister Frankreich, hinter dem die Eidgenossen den zweiten Platz in der Qualifikation belegt hatten, sowie auf Südkorea und WM-Neuling Togo. Für die Schweiz ist es die achte Endrunde-Teilnahme.
Der 23-köpfige Schweizer Kader:
Tor: Pascal Zuberbühler (FC Basel), Diego Benaglio (Nacional Madeira), Fabio Coltorti (Grasshoppers Zürich)
Abwehr: Valon Behrami (Lazio Rom), Philipp Degen (Borussia Dortmund), Johan Djourou (FC Arsenal), Stéphane Grichting (AJ Auxerre), Ludovic Magnin (VfB Stuttgart), Patrick Müller (Olympique Lyon), Philippe Senderos (FC Arsenal), Christoph Spycher (Eintracht Frankfurt)
Mittelfeld: Tranquillo Barnetta (Bayer Leverkusen), Ricardo Cabanas (1. FC Köln), David Degen (FC Basel), Blerim Dzemaili (FC Zürich), Daniel Gygax (OSC Lille), Xavier Margairaz (FC Zürich), Johann Vogel (AC Mailand), Raphaël Wicky (Hamburger SV)
Angriff: Alex Frei (Stade Rennes), Mauro Lustrinelli (Sparta Prag), Marco Streller (1. FC Köln), Johan Vonlanthen (NAC Breda)
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