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Premier League: Profis aus Deutschland im Trend | 2007-08-09


London  - Wenn am 11. August die Premier League startet, wird in allen englischen Spitzenclubs deutsch gesprochen. Profis aus Deutschland sind so begehrt wie nie zuvor im Fußball-Mutterland: Englands Reiche holen Deutschlands Beste titelte der Guardian über den neuesten Trend.

Mit Michael Ballack, Claudio Pizarro (beide FC Chelsea), Owen Hargreaves (Manchester United), Jens Lehmann, Tomas Rosicky, Alexander Hleb (alle FC Arsenal) und Andrej Woronin (FC Liverpool) können sich gleich sieben ehemalige Bundesliga-Spieler Hoffnungen auf die Meisterschaft machen.

Ich wollte immer schon nach England gehen und Owen Hargreaves meinte, mein Stil würde gut hierhin passen, sagte Pizarro, der ebenso wie Roque Santa Cruz (Blackburn Rovers) und Hargreaves von Bayern München in die Premier League wechselte. Die negativen Erfahrungen, die sein früherer Mitspieler Ballack in seinem ersten Jahr in London sammelte, schrecken den Peruaner nicht ab: Manchmal kann man sich im neuen Club nicht anpassen und ich glaube, das ist Michael passiert. Ich hoffe, es gelingt ihm diese Saison besser. Pizarros erste Eindrücke: Hier wird nicht härter als in Deutschland gespielt, aber auf jeden Fall schneller.

Auf Anhieb eingeschlagen ist Dimitar Berbatow, der 2006 von Leverkusen zu Tottenham Hotspur ging. Der Bulgare erzielte 23 Saisontore und wurde zum besten Neuzugang in der Premier League gewählt. Die Spurs, die in den 90er Jahren bereits mit Jürgen Klinsmann gute Erfahrungen machten, haben sich für 7,5 Millionen Euro mit dem deutschen U21-Nationalspieler Kevin-Prince Boateng von Hertha BSC verstärkt. Viele Experten trauen dem Club aus Nord-London diesmal zu, die jahrelange Dominanz der Großen Vier (ManU, Chelsea, Liverpool, Arsenal) zu brechen.

Das Missverhältnis zwischen der mega-reichen Premier League und der relativ armen Bundesliga ist der Grund dafür, dass die Creme der Bundesliga hierhin kommt, glaubt David Hytner, Fußball-Experte beim Guardian. Die englischen Clubs kassieren allein vom Pay-TV-Sender Sky rund 850 Millionen Euro pro Jahr - fast vier Mal so viel wie die Bundesligisten.

Die jungen Spieler in Deutschland sind heute auch anders als noch vor 10 Jahren, erklärte Boatengs Berater Karel van Burik: Sie wissen alles über den englischen Fußball und sind von der Begeisterung der Zuschauer und der super Mentalität angezogen.

Während Hargreaves, Berbatow und Rosicky in England einen hohen Stellenwert genießen, stehen drei Deutsche vor einer schwierigen Saison: Robert Huth (Middlesbrough), Moritz Volz (FC Fulham) und Dietmar Hamann (Manchester City) scheinen trotz jahrelanger England- Erfahrung bei ihren Clubs derzeit nicht mehr erste Wahl zu sein. Auch Emile Mpenza (Manchester City), Steven Pienaar (Everton) und Patrick Berger (Aston Villa) müssen sich deutlich steigern. Sonst geht es ihnen wie Khalid Boulahrouz, für den Chelsea im vergangenen Sommer noch über 10 Millionen Euro an den HSV überwiesen hatte: Nach nur einem Jahr wurde der Verteidiger nach Spanien zum FC Sevilla abgeschoben.


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1182 | 1805 | 1970 | 1639 | 1376 | 13295 | 13995 | 13708 | 13052 | 13322 |