Neuer Beschuldigter im belgischen Fußballskandal | 2006-03-23
Brüssel - Im Skandal um manipulierte Spiele in der ersten belgischen Fußball-Liga ist ein Spieler-Manager der Bestechung beschuldigt worden. Er hat die Vorwürfe eingestanden und ist wieder auf freien Fuß gesetzt worden, sagte die Staatsanwältin Lieve Pellens in Brüssel.
Der Manager, dessen Name nicht bekannt gegeben wurde, soll zwei Spieler im Auftrag eines chinesischen Wett-Syndikats aufgefordert haben, Spiele zu verlieren. Diese hätten sich jedoch geweigert. Deswegen habe er auch die von dem Syndikats-Chef Zheyun Ye versprochene Provision von 5000 Euro nicht bekommen.
Ye wird von den belgischen Behörden als Drahtzieher der Manipulationen betrachtet und mit internationalem Haftbefehl gesucht. Ein anderer Spieler-Manager, Pietro Allatta, befindet sich seit Montag wegen Urkundenfälschung, Bedrohung und Veruntreuung in Haft. Außerdem wird gegen den Präsidenten des Erstliga-Clubs La Louviere, Filippo Gaone, sowie gegen den Rechtsanwalt des Vereins ermittelt.