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Der 27. Spieltag im Telegramm | 2006-03-24


VfB Stuttgart - Bayer Leverkusen (Samstag, 15.30 Uhr)

Nach zwei Niederlagen und den Schlagzeilen über die Calmund-Affäre herrscht in Leverkusen Reizklima. Mit markigen Worten forderte Trainer Skibbe vor dem Spiel in Stuttgart eine Trendwende von seinen Profis. Geht auch diese Partie verloren, rückt der UEFA-Cup bei dann sieben Punkten Rückstand auf den VfB in weite Ferne. Nirgendwo sonst feierte Bayer so viele Siege. Der VfB muss auf Keeper Hildebrand verzichten, den Heinen ersetzt. Bei Bayer kehrt Juan zurück. (Heimbilanz: 13-4-9, 50:40 Tore)

Hamburger SV - Borussia Dortmund (Samstag, 15.30 Uhr)

Auf der Jagd nach Spitzenreiter Bayern steht Hamburg das Treffen mit Angstgegner Dortmund bevor. In den vergangenen elf Duellen gab es nur einen HSV-Sieg. Zu allem Überfluss plagen den Gastgeber Personalsorgen: Jarolim (Zerrung) und Atouba (5. Gelbe Karte) stehen nicht zur Verfügung. Der Respekt vor dem Gegner hält sich dennoch in Grenzen: Schließlich gelang der Borussia, die um den Einsatz von Kringe (Grippe) bangt, in dieser Saison erst ein Auswärtssieg. (Heimbilanz: 17-12-9, 84:58 Tore)

FSV Mainz 05 - Hertha BSC (Samstag, 15.30 Uhr)

Unglaublich, aber wahr: Mainz ist die Mannschaft der Stunde. Sieben Punkte aus den letzten drei Spielen wiesen den Weg aus der Abstiegszone. Ein Sieg über Hertha wäre ein weiterer Schritt Richtung Klassenverbleib. Neun angeschlagene Spieler fehlten unter der Woche beim Training, sollen bis Samstag aber wieder fit sein. Auch beim Gast geht der Trend nach oben: Mit zwei Siegen kehrte er in das UEFA- Cup-Rennen zurück. Es fehlen Simunic, Neuendorf und Boateng. (Heimbilanz: 0-0-1, 0:3 Tore)

FC Schalke 04 - VfL Wolfsburg (Samstag, 15.30 Uhr)

In Wolfsburg geht die Angst um: Nur drei Punkte ist der 16. Rang entfernt. Selbst zwei Heimspiele in Serie konnten den freien Fall nicht stoppen. Dafür soll nun ein Sieg auf Schalke sorgen: Ohne Hanke, Hofland und Klimowicz wird das jedoch schwer. Beim Tabellen-3. steht Kuranyi nach Knie-OP und dreiwöchiger Pause vor dem Comeback. Viel wird davon abhängen, wie Schalke die erste Bundesliga- Niederlage unter Trainer Slomka gegen die Bayern verarbeitet hat. (Heimbilanz: 4-3-1, 12:6 Tore)

MSV Duisburg - FC Bayern München (Samstag, 15.30 Uhr)

Das Duell mit dem stärksten Gegner ist für Kohler das leichteste Spiel der Saison. Wir können nur gewinnen, sagte der MSV-Coach. Ein Sieg ist bei sechs Punkten Abstand zum rettenden Ufer erforderlich. Viel spricht dagegen: Es fehlen Lottner, Tjikuzu, van Houdt und Möhrle. Bei den seit zehn Spielen gegen den MSV ungeschlagenen Bayern fallen Ballack (Schambeim-Entzündung) und Sagnol (5. Gelb) aus. Schweinsteiger und Lucio zurück. (Heimbilanz: 8-8-8, 39:39 Tore)

1. FC Köln - Eintracht Frankfurt (Samstag, 15.30 Uhr)

Noch hoffen die leidgeprüften Fans des 1. FC Köln auf ein Fußball- Wunder. Seit dem 5. Spieltag warten sie auf einen Heimsieg ihrer Mannschaft. Gelingt auch im Kellerduell mit Frankfurt kein Dreier, dürfte der vierte Bundesliga-Abstieg des Tabellenletzten besiegelt sein. Die Chancen auf das ersehnte Erfolgserlebnis stehen nicht schlecht: Die Eintracht reist mit dem letzten Aufgebot an. Trainer Funkel muss auf Vasoski, Preuß, Jones und Chris verzichten. (Heimbilanz: 15-12-8, 69:42 Tore)

Werder Bremen - Hannover 96 (Samstag, 15.30 Uhr)

Die Torfabrik steht still. Nach zuletzt zwei Niederlagen mussten sich die angriffsstarken Bremen schweren Herzens aus den Champions- League-Plätzen verabschieden. Nur ein Sieg im Nordderby gegen Hannover könnte zur Klimaverbesserung beitragen. Werder bangt um den Einsatz von Nationalspieler Frings (Wadenprellung). Dagegen kehrte der angeschlagene Micoud wieder ins Mannschaftstraining zurück. Der Gast will auch ohne Yankow seine UEFA-Cup-Chance wahren. (Heimbilanz: 11-5-1, 36:14 Tore)

1. FC Kaiserslautern - Bor. Mönchengladbach (Sonntag, 17.30 Uhr)

Im Abstiegskampf stehen den Pfälzern nach Einschätzung von Trainer Wolf noch acht Endspiele bevor. Gleich im ersten Finale soll der negative Trend mit zuletzt zwei Auswärtsschlappen in Hamburg und Dortmund gestoppt werden. Laut Statistik kommen die Borussen gerade recht: In fünf der letzten sechs Spiele gab es für sie im Fritz- Walter-Stadion nichts zu holen. Als weitere Hypothek könnten sich die drohenden Ausfälle von Neuville, Broich und Kluge erweisen. (Heimbilanz: 18-6-13, 64:59 Tore)

Arminia Bielefeld - 1. FC Nürnberg (Sonntag, 17.30 Uhr)

Wer stoppt Vittek? Mit sage und schreibe acht Treffern in drei Spielen hatte der slowakische Torjäger maßgeblichen Anteil daran, dass sich die Nürnberger vorerst aus dem engsten Kreis der Abstiegs- Aspiranten verabschieden konnten. Für Bielefeld ist es deshalb von zentraler Bedeutung, den Angreifer auszuschalten. Trainer von Heesen =hofft, dass seine Abwehr ähnlich stabil agiert wie in den vergangenen drei Heimspielen mit nur einem Gegentor. (Heimbilanz: 5-0-2, 11:4 Tore)


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