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Dank Altintop darf Kaiserslautern wieder hoffen | 2006-03-26


Kaiserslautern - Der 1. FC Kaiserslautern hat Borussia Mönchengladbach nach allen Regeln der Fußball-Kunst vorgeführt und darf nach dem höchsten Saisonsieg wieder auf den Bundesliga- Klassenerhalt hoffen.

Durch einen 3:0 (2:0)-Erfolg verkürzte der Tabellen-16. sieben Spieltage vor dem Saisonende den Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz auf nur noch einen Punkt. Das war wohl der wichtigste Sieg, seit ich hier bin. Er kam zur rechten Zeit. Wir werden der Konkurrenz im Abstiegskampf das Fürchten lehren, sagte Trainer Wolfgang Wolf, der im November den glücklosen Michael Henke abgelöst hatte.

Mit einem Doppelpack binnen 101 Sekunden stellte Halil Altintop (32./33.) die Weichen. Mit einem Kunstschuss bescherte Ervin Skela (66.) den 35 861 Zuschauern auf dem Betzenberg endgültig das erhoffte Freudenfest. Die weiter auswärtsschwachen Gladbacher mussten im Kampf um einen UEFA-Cup-Platz einen herben Rückschlag hinnehmen. Wir können hinfahren, wo wir wollen. Wir verlieren überall, schimpfte Trainer Horst Köppel und stellte fest: Das war eine riesige Enttäuschung.

Seit neun Auswärtsspielen hat die Borussia nunmehr nicht mehr gewonnen. Das war gar nichts, sagte Manager Peter Pander und kündigte eine Aussprache an. Vom UEFA-Cup brauchen wir nicht reden nach solchen Leistungen, sagte er. Kaiserslautern dagegen fand nach den Niederlagen in Hamburg und Dortmund in imponierender Manier den Weg zurück in die Erfolgsspur.

Dabei vergab der zunächst von Altintop mustergültig freigespielte Marcelo Pletsch nach einer Viertelstunde die allererste Chance. Der frühere Gladbacher brachte das Kunststück fertig, den Ball aus sieben Metern über das leere Tor zu schlagen. Der zunächst schwachen Begegnung drückte dann Altintop seinen Stempel auf. Nach einem langen Pass in die Spitze tauchte er alleine vor Gladbachs Torhüter Kasey Keller auf und ließ dem Amerikaner mit einem Flachschuss keine Chance. Wenig später leitete Mihail Mikic zum freistehenden Türken weiter und erneut war Keller ohne Chance. Exakt 101 Sekunden nach dem Führungstreffer bejubelte der zu Schalke 04 wechselnde türkische Nationalspieler seinen 16. Saisontreffer.

Sieben Minuten vor der Halbzeitpause rettete Torhüter Florian Fromlowitz die Führung und parierte einen Schuss von Oliver Neuville. Nach seinem Handspieltor in der letzten Saison wurde der Nationalspieler ausgepfiffen. Auch nach dem Wechsel schafften es die harmlosen Gladbacher nicht, die Hausherren unter Druck zu setzen. Nachdem Ingo Hertzsch nach einem Zusammenprall mit einer Gehirnerschütterung vom Platz getragen werden musste, sorgte Skela mit seinem vierten Saisontor für die Entscheidung. Nach einer Ecke von Blank ließ der Albaner Nationalspieler Marcell Jansen aussteigen und traf aus 15 Metern in den Winkel.


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