Bielefeld - Der 1. FC Nürnberg hat einen weiteren Schritt in Richtung Klassenverbleib getan. Beim 0:0 gegen Arminia Bielefeld ging zwar die Ein-Mann-Show von Robert Vittek, aber nicht der Nürnberger Aufwärtstrend zu Ende.
Auch ohne einen Torerfolg des zuletzt in drei Partien acht Mal erfolgreichen slowakischen Angreifers blieb die Mannschaft von Trainer Hans Meyer im vierten Spiel nacheinander ohne Niederlage. Beide Teams können sich nach einem über weite Strecken unansehnlichen Spiel bei vier Punkten Abstand zum rettenden Ufer ihrer Sache allerdings noch nicht sicher sein.
Da geht es uns wie zehn anderen Vereinen auch, sagte Bielefelds Coach Thomas von Heesen. Das wird wahrscheinlich an den letzten beiden Spieltagen entschieden. Dennoch war er nicht unzufrieden: Vom Spielverlauf her hätten wir gewinnen müssen, aber die Art und Weise, wie wir aufgetreten sind, war in Ordnung. Arminia-Präsident Hans-Hermann Schwick ergänzte: Ich halte uns für psychisch so stabil, dass wir mit dem Unentschieden leben können. Das können offensichtlich auch die Franken. Das war ein typisches 0:0. Beide Mannschaften haben sich neutralisiert. Dieser Punkt tut uns in unserer Situation gut, sagte Club-Trainer Meyer.
Bei den Ostwestfalen stand vor 19 717 Zuschauern in der Schüco- Arena überraschend Artur Wichniarek nach seinem vor vier Wochen erlittenen Muskelfaserriss erstmals wieder in der Anfangsformation. Die Nürnberger begannen mit der gleichen Aufstellung wie vor einer Woche beim 3:1-Sieg gegen Werder Bremen, doch von der zuletzt gezeigten Top-Form war wenig zu sehen. In einer von viel Kampf geprägten Partie ließ die in der Abwehr sicher stehende Arminia in den ersten 45 Minuten keine Tormöglichkeit der Gäste zu und kam durch zwei Konter zu den einzigen gefährlichen Strafraumszenen der ersten Hälfte. Zunächst verfehlte Sibusiso Zuma nach einem Fehler von Glauber aus kurzer Distanz das Tor (5.), wenig später rettete Nürnbergs brasilianischer Verteidiger vor dem Südafrikaner per Kopf.
Bielefelds Keeper Mathias Hain blieb gegen die zuletzt so starken Club-Spitzen in der ersten Hälfte beschäftigungslos. Der Offensive der Gäste um Vittek, Ivan Saenko und Markus Schroth fehlte gegen die kompakte Hintermannschaft der Arminia die Durchschlagskraft.
Erst nach dem Seitenwechsel wurde das Spiel der Tabellennachbarn munterer - allerdings nur für kurze Zeit. Drei Minuten nach Wiederanpfiff setzte sich Schroth erstmals in Szene, sein Ball ging jedoch knapp übers Tor. Der in der ersten Hälfte völlig blass gebliebene Wichniarek hatte in der 52. Minute die bis dahin größte Chance für Bielefeld, doch nach seinem Schuss aus 17 Metern sprang der Ball vom Innenpfosten wieder zurück ins Feld.
Die Gastgeber verstärkten noch einmal ihre Offensivbemühungen, blieben aber einfallslos. Fünf Minuten vor Schluss vergab der eingewechselte Radomir Dalovic. Auch wenn die Bielefelder sich weiter mühten, mussten sie sich nach zuletzt drei Heimsiegen in Folge mit einer Punkteteilung vor heimischem Publikum begnügen.
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