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VfB Stuttgart 2006 erneut mit schwarzen Zahlen | 2007-07-23


Stuttgart - Fußball-Meister VfB Stuttgart hat erneut schwarze Zahlen geschrieben, im Geschäftsjahr 2006 jedoch einen höheren Schuldenstand verzeichnen müssen.

Der schwäbische Bundesligist hatte zum 31. Dezember 2006 Verbindlichkeiten von 14,8 Millionen Euro, das sind gut 4,3 Millionen mehr als im Vorjahr. VfB- Finanzvorstand Ulrich Ruf erklärte den Anstieg vor der Mitgliederversammlung mit dem verpassten europäischen Wettbewerb und den großen Transfererlösen für Alexander Hleb und Kevin Kuranyi im Jahr 2005. Zum vierten Mal nacheinander konnte der Verein mit 236 000 Euro einen Gewinn verbuchen. Im Jahr 2005 waren es 2,1 Millionen.

Der Verein zählt sich selbst weiter zu den finanziell gesundesten und verweist auf den durchschnittlichen Bundesliga-Schuldenstand von etwa 30 Millionen Euro. Mit dem Erreichen der Champions League und garantierten Einnahmen von mindestens 15 Millionen Euro rechnet die Vereinsspitze für das Geschäftsjahr 2007 mit mehr als 100 Millionen Euro Umsatz und einer erneuten Reduzierung der Verbindlichkeiten. Das heißt, wir gehören dann zu den Top 20 in Europa, sagte Vereinspräsident Erwin Staudt, der die Mannschaft unter dem Jubel der etwa 1500 Mitglieder in der Porsche Arena für den fünften Meistertitel der Vereinsgeschichte ehrte.

2006 betrug der Umsatz 77,3 Millionen Euro gegenüber 81,4 Millionen im Vorjahreszeitraum. Der Personalaufwand für die Lizenzspieler-Abteilung blieb mit 35,5 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr nahezu unverändert. Während die Einnahmen aus den TV-Rechten um 3,8 Millionen auf 20,8 Millionen stiegen, sank der Transfererlös von 19,3 auf 11 Millionen Euro. 2005 hatten die Wechsel von Hleb zum FC Arsenal und Kuranyi (Schalke 04) viel Geld in die VfB-Kassen gespült, ein Jahr später erforderte eine neu zusammengestellte Mannschaft für den späteren Meistertrainer Armin Veh neue Finanzmittel.

Den glänzenden wirtschaftlichen Perspektiven des VfB, der inzwischen mehr als 40 000 Mitglieder zählt, stehen steigende Personalkosten gegenüber. Jede Vertragsverlängerung kostet einen siebenstelligen Betrag, rechnete Ruf vor.


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