Zeitung: Schwachstellen bei Rettungsübungen | 2006-03-29
Hamburg - Bei mehreren Großübungen der Rettungskräfte zur Vorbereitung der Fußball-Weltmeisterschaft sind während der vergangenen Woche Schwachstellen offenbar geworden.
Wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtet, wurde die Übung Triangel in Berlin, bei der mehrere Rettungs- und Katastropheneinsätze gleichzeitig bewältigt werden sollten, abgebrochen, weil die Rettungskräfte den Anforderungen nicht gewachsen waren. In München, Kaiserslautern und Düsseldorf hätten veraltete Funknetze und Ausbildungsmängel bei der Nutzung der Kommunikationstechnik den Erfolg der Übungen behindert.
Den Sicherheitskräften bereitet laut FAZ vor allem das überlastungsbedrohte analoge Funksystem BOS Sorgen. In jahrelangem Kompetenz- und Finanzgerangel war es dem früheren Innenminister Otto Schily (SPD) und den Landesministern nicht gelungen, rechtzeitig ein bundeseinheitliches digitales Sprech- und Datenfunknetz einzuführen. Schily hatte im Juni 2003 gesagt, das Digitalnetz sei ein wichtiger Beitrag zur Verstärkung der inneren Sicherheit, auch im Hinblick auf die WM 2006. Inzwischen wird die Einführung für 2010 geplant.