Frankfurt - Die Deutsche Fußball Liga (DFL) kann ins Fernsehgeschäft einsteigen. Die DFL besitzt eine einseitige Option, für einen Einstieg, sagte DFL-Kommunikationsdirektor Tom Bender.
Das ist eine langfristige Option, erklärte er und bestätigte damit Berichte der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und der Süddeutschen Zeitung. Die Liga kann sich danach mit zehn Prozent am neu gegründeten Bundesligasender Arena beteiligen. Dies geht aus einem vertraulichen Anleihe-Emissionsprospekt des Arena-Eigentümers Unity Media hervor. Arena hatte im Dezember 2005 überraschend den Zuschlag für die Bundesliga-Bezahlfernsehrechte für die nächsten drei Spielzeiten erhalten.
Die neue TV-Firma Arena biete der DFL an, zehn Prozent der Arena- Anteile zu übernehmen. Dem würden bestimmte Erwartungen über den Erfolg des neuen Bundesliga-Pay-Angebots zu Grunde liegen. Würden sie verfehlt, könne die DFL kostenlos die Anteile übernehmen. Unter bestimmten Bedingungen sei ein Kauf der zehn Prozent für die Vereinigung der Proficlubs möglich.
Allerdings würde so etwas nur Sinn machen, wenn Arena schwarze Zahlen schreibt. Ähnliche Optionen besaß die DFL auch schon beim Deutschen Sportfernsehen (DSF) und der Produktionsfirma Plaza Media. Beide Optionen ließ man verstreichen.
In dem Emissionsprospekt heißt es, Arena habe mit der DFL eine fixe und eine variable Preiskomponente für die Bundesliga-Rechte vereinbart. Wir haben zugesagt, der DFL kostenlos einen Anteil von zehn Prozent an Arena zu überlassen, wenn die variable Komponente nicht den zu Grunde liegenden Erwartungen entspricht, schreibt der Kabelnetzbetreiber Unity in dem Dokument. Die Gesamtkosten für die Bundesliga schätzt Unity allein in der ersten Saison auf rund 300 Millionen Euro. Dem Prospekt zufolge erwägt Arena zudem, ein oder zwei Spiele pro Woche allen Kabelfernsehhaushalten kostenlos anzubieten.
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