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Kampf um die Königsliga: Schalke fordert HSV | 2006-04-01


Gelsenkirchen - Selbstbewusst und gestärkt durch den Sieg in Sofia geht der FC Schalke 04 ins Spitzenspiel der Fußball-Bundesliga gegen den Hamburger SV.

Das Spiel hat sehr große Bedeutung für uns. Bei einer Niederlage sind wir weg vom Fenster im Kampf um Platz zwei. Andernfalls rücken wir dicht an Hamburg heran, sagte Schalkes Teammanager Andreas Müller vor der Partie in der Veltins-Arena.

Drei Tage nach dem 3:1 im Viertelfinal-Hinspiel des UEFA-Cups bei Levski Sofia sind die Profis des Revierclubs erneut stark gefordert. Vier Punkte beträgt der Rückstand auf den Tabellen-Zweiten aus Hamburg. Trainer Mirko Slomka macht sich trotz der Reisestrapazen keine Sorgen um die Fitness und die Einstellung seiner Elf. Ich denke, die Motivation gegen den HSV ist besonders groß, sagte der Coach, der noch um den Einsatz von Abwehrspieler Mladen Krstajic (Oberschenkelzerrung) bangt. Sollte Krstajic ausfallen, würde Dario Rodriguez in die Innenverteidigung rücken.

Weit größer sind die personellen Sorgen von Gäste-Trainer Thomas Doll. Er muss wegen des Ausfalls von Kapitän Daniel van Buyten (Bänderanriss im Sprunggelenk) und Khalid Boulahrouz (Gelb-Sperre) seine komplette Innenverteidigung ersetzen. Doll hofft, dass Bastian Reinhardt und Guy Demel die Abwehr ebenso gut zusammenhalten: Die Mannschaft wird enger zusammenrücken. Wir werden auch am Sonntag eine Klasse-Truppe haben.

Auf ein geiles Spiel freut sich der Ex-Schalker Ailton, der anfangs aber wohl auf der Bank sitzt. Ein Jahr spielte der Brasilianer im königsblauen Trikot, bevor er über Besiktas Istanbul als Leihgabe im Winter beim HSV landete. Ailton würde an alter Wirkungsstätte nur allzu gern zum Sieg seiner Elf beitragen und sich für einen Verbleib in der Hansestadt empfehlen. Ich will mit Hamburg in die Champions League. Dafür bin ich gekommen, sagte der Brasilianer. Sportchef Dietmar Beiersdorfer hofft auf den Ailton- Effekt: Toni hat gegen den BVB gezeigt, dass er auch als Joker stechen kann.

Doch auch ohne Ailton habe der HSV laut Schalke-Coach eine bemerkenswerte Offensive. Benjamin Lauth hat seine Torflaute längst überwunden, und Rafael van der Vaart sowie Sergej Barbarez sind ebenfalls immer für Treffer gut. Da müssen wir aufpassen. Ob Ailton dabei ist oder nicht, ist mir ehrlich gesagt egal, sagte Slomka, der wieder auf den in Sofia gesperrten Abwehrspieler Rafinha zurückgreifen kann. Dafür muss Hamit Altintop zurück auf die Bank.


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