Hamburg - Der Fußball-Weltverband FIFA soll nach dem Willen der Interessenvertretung europäischer Top-Vereine G14 200 Millionen Euro an die Clubs zahlen, die Spieler für die WM in Deutschland abstellen.
Diese Summe habe die G14 errechnet, sagte Bayern Münchens Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge in der neuesten Ausgabe des Magazins Wirtschaftswoche. Ein Nationalspieler verursacht bei den guten Clubs Kosten von rund 10 000 Euro am Tag, sagte der Chef des deutschen Rekordmeisters.
Jeder bekomme Geld bei der WM von der FIFA, meinte er: das ausrichtende Land, die teilnehmenden Verbände und die Spieler gleich mehrfach. Nur die Vereine gehen mit null nach Hause - und wenn es ganz schlecht läuft, mit verletzten Spielern. Seiner Ansicht nach ist die FIFA-Politik ganz klar: Die Clubs haben nichts zu melden.
Die in der G14 vereinten 18 Top-Clubs fordern zudem von der FIFA, die Spieler zu versichern. Allein der Schaden, der den Vereinen in den vergangenen zehn Jahren durch verletzte Nationalspieler entstanden ist, lag bei rund 860 Millionen Euro, erläuterte Rummenigge.
Die Versicherung werde kommen, meinte Rummenigge zuversichtlich, aber bei der Frage der Kompensation sieht das anders aus: Wenn uns die FIFA kein akzeptables Angebot macht, werden wir die Sache leider vor Gericht ausfechten müssen. Rummenigge beklagte: Die einzig Dummen sind die Clubs.
Kritisch sieht der ehemalige Nationalspieler auch den Wettbewerb in der Champions League und im UEFA-Pokal. Dieser werde nicht fair geführt, sagte Rummenigge. Er forderte deshalb den europäischen Verband UEFA auf, Gehaltsgrenzen einzuführen. Was spricht dagegen festzulegen, dass kein Club mehr als 60 Prozent seiner Einnahmen in Spielergehälter stecken darf?, meinte Rummenigge.
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