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Weiterer Dämpfer für MSV - Nur 1:1 in Wolfsburg | 2006-04-01


Wolfsburg - Fußball-Bundesligist MSV Duisburg hat im Abstiegskampf einen weiteren Dämpfer hinnehmen müssen und ist wohl kaum noch zu retten.

Der Aufsteiger verpasste beim VfL Wolfsburg den möglichen Sieg und musste sich nach dem späten Treffer von Steve Marlet (90.+1) mit einem 1:1 (0:0) begnügen. Peter van Houdt (73.) hatte vor 18 129 Zuschauern die Führung der Gäste erzielt. Für die Niedersachsen, die Diego Klimowicz durch eine Rote Karte (61.) verloren, war es ein glücklicher Punktgewinn.

Beide Teams zeigten in dem Abstiegsduell eine schwache Leistung. Ich suche nach den Gründen für dieses Unentschieden, sagte VfL-Trainer Klaus Augenthaler. Ein Großteil der Mannschaft kann mit diesem Druck nicht umgehen. Verärgert war auch sein Kollege Jürgen Kohler: Wir haben sehr unglücklich verloren. Wir waren über weite Strecken die bessere Mannschaft.

Mit seinen beiden wieder genesenen Stürmen Mike Hanke und Klimowicz versuchten die Hausherren zwar, die schwächste Auswärtsmannschaft der Liga sofort unter Druck zu setzen. Das gelang aber nur ganz selten, weil dem VfL im Mittelfeld die spielerischen Mittel fehlten, um die kompakte MSV-Defensive in Verlegenheit zu bringen. Erst nach einer guten halben Stunde beschwor eine Freistoßeingabe von Christopher Lamprecht erstmals Gefahr herauf, aber der Kopfball von Marian Hristow landete am linken Pfosten (33.).

Nur vier Minuten später zeigte das Wolfsburger Sturmduo eine Gemeinschaftsproduktion, aber Klimowicz konnte die präzise Eingabe von Hanke nicht im Tor von MSV-Keeper Georg Koch unterbringen. Damit hatte sich die Angriffsherrlichkeit des VfL vor dem Wechsel allerdings bereits erschöpft.

Auch dem MSV, der die vorangegangenen vier Auswärtsspiele ausnahmslos verloren hatte, fiel in der ersten Halbzeit nicht viel ein. In der 13. Minute ging ein Kopfball von Abdelaziz Ahanfouf über das Ziel hinaus, sechs Minuten vor der Pause verpasste dessen Sturmpartner Klemen Lavric eine Eingabe von Ahanfouf und damit die Gelegenheit zur Führung. So wurden beide Vertretungen von der spärliche Kulisse mit Pfiffen in die Pause einer Partie verabschiedet, in der die auf dem Rasen gebotenen Leistungen den Tabellenständen beider Teams entsprachen.

Daran änderte sich nach dem Wechsel wenig, beide Teams enttäuschten. Nach dem Platzverweis gegen Klimowicz, der nach einer Tätlichkeit gegen Thomas Baelum vom Platz flog, gelang Duisburg der glückliche Führungstreffer. Van Houdt nutzte eine Unachtsamkeit der Wolfsburger Abwehr und schoss aus knapp 16 Metern den umjubelten Treffer. Die Freude währte aber nicht bis zum Abpfiff, da Marlet mit einem feinen Hackentrick der späte Ausgleich gelang.


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Die Statistik vom 17. Bundesliga-Spieltag

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