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Essen gewinnt Spitzenspiel - Jena gestoppt | 2006-04-02


Leipzig - Erleichterung in Essen, Verärgerung in Jena: Mit unterschiedlichen Gefühlen haben der Spitzenreiter und sein Verfolger den 30. Spieltag der Fußball-Regionalliga beendet.

Tabellenführer Rot-Weiß Essen baute durch einen 2:1-Sieg im Top-Duell gegen Holstein Kiel seinen Vorsprung auf Carl Zeiss Jena aus. Denn ausgerechnet der Vorletzte 1. FC Köln II beendete mit einem 1:1 die Siegesserie der Thüringer von sechs Spielen hintereinander. Dank eines 4:0-Erfolges gegen Rot-Weiß Oberhausen rückte der VfB Lübeck auf Rang drei vor und ist wie der FC St. Pauli nach ein 3:2 gegen Schlusslicht Chemnitzer FC und Kiel auf Tuchfühlung zu Jena.

Das war eine eindrucksvolle Reaktion auf unsere Niederlage in Jena, lobte Essens Trainer Uwe Neuhaus den Erfolg gegen Kiel. Und Rot-Weiß-Spielmacher Stijn Haeldermans sagte erleichtert: Endlich haben wir einmal ein Topspiel gewonnen. Dadurch hat sein Team jetzt sieben Punkte Vorsprung vor Verfolger Jena. Dagegen rutschte die Mannschaft von Holstein-Coach Frank Neubarth durch die Niederlage in Essen vom dritten auf den fünften Rang ab. Nach nur einem Punkt aus den letzten drei Partien gab sich Neubarth kämpferisch: Trotzdem haben wir unser Ziel noch vor Augen, aber jetzt müssen wir punkten.

Dicke Luft herrschte hingegen bei Carl Zeiss Jena. Es war heute sogar ein unverdienter Punkt. Einige von uns sind herum gelaufen wie Stars. Ich bin sauer, auch auf mich. Wir müssen lernen, auf einem Aufstiegsplatz zu stehen, schimpfte Kapitän Torsten Ziegner nach dem Unentschieden in Köln. Dagegen freute sich Kölns Trainer Christoph John und sagte: Wir haben gegen eine starke Mannschaft nachgewiesen, dass wir Fußball spielen können.

Je zwei Tore von Deniz Dogan und Tobias Schweinsteiger besiegelten den 4:0-Erfolg Lübecks gegen Oberhausen und deren Vorrücken auf Rang drei. Ebenfalls in Lauerstellung liegt der FC St. Pauli. Allerdings taten sich die Hamburger zu Hause vor 16 200 Zuschauern gegen Chemnitz überaus schwer und gewannen nur knapp mit 3:2.

Überschattet wurde die Partie von Ausschreitungen Chemnitzer Fans, die mit dem Abbrennen von Feuerwerkskörpern eine Spielunterbrechung provozierten und nach der Partie randalierten. Mehr als 500 Polizisten waren im Einsatz, zwei wurden leicht verletzt. Ein Teil unserer Fans ist oberbekloppt, sagte der Chemnitzer Co-Trainer Torsten Bittermann angesichts der Ausschreitungen. Die Polizei, die auch Wasserwerfer einsetzte, nahm nach eigenen Angaben 55 Fans in Gewahrsam und neun vorläufig fest. Unter ging, dass die Moral der Sachsen offenbar intakt ist. Ich glaube, die Mannschaft hat heute ein großartiges Spiel gemacht, lobte Trainer Joachim Müller, wir geben uns nicht auf.

Der Hamburger SV II unterlag Preußen Münster 0:2. Hertha BSC II verlor bei Werder Bremen II mit 1:2.


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1693 | 1438 | 1604 | 1187 | 1852 | 13691 | 13048 | 13972 | 13662 | 13502 |