DFL mahnt Diskussion über Schauspielerei an | 2006-04-06
Düsseldorf - Die Deutsche Fußball Liga (DFL) will eine Diskussion über die Bestrafung von Schauspielereien und Schwalben in der Bundesliga anregen. Ich halte es für richtig, dass man darüber am Runden Tisch mal spricht, sagte Holger Hieronymus, DFL-Geschäftsführer Spielbetrieb, der dpa.
In der kommenden Spielzeit werde es aber mit Sicherheit noch keine Regeländerungen wie nachträgliche Sperren für Simulanten geben. Bisher werden vorsätzliche Täuschungen nur in Italien verfolgt, England plant eine entsprechende Bestrafung.
Rot für Simulation habe ich schon vor Jahren beim Weltverband FIFA angeregt, sagte der Schiedsrichter-Obmann des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), Volker Roth, dem Sportmagazin Kicker. Auch eine Übernahme der italienischen Regeln für Schauspielerei hält er für sinnvoll: Wenn nachträgliche Sperren dort gute Ergebnisse gebracht haben, warum nicht? In Italien zieht nach der Spielordnung ein grob unsportliches Verhalten nach Fernseh-Beweis mindestens zwei Partien Sperre nach sich.
Bei der Weltmeisterschaft in Deutschland wird es keine nachträgliche Sperren oder Rote Karten für Schwalben geben. Geldstrafen sind allerdings möglich. Bei der WM 2002 musste der brasilianische Nationalspieler Rivaldo wegen Schauspielerei rund 8000 Euro an die FIFA zahlen.