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Dämpfer für Augsburg - Hoffnung für 1860 München | 2006-04-02


Leipzig - Schlendrian beim Aufstiegsfavoriten, Lebenszeichen im Tabellenkeller: Am 26. Spieltag der Fußball-Regionalliga Süd hat der FC Augsburg seiner Unachtsamkeit erneut Tribut zollen müssen.

Die Mannschaft von Trainer Rainer Hörgl vergab beim Drittletzten SC Pfullendorf eine 2:0-Führung und mussten sich mit einem mageren 2:2 begnügen. Wenn man führt, darf man dem Gegner nicht die Chance geben, wieder ins Spiel zu finden, monierte Hörgl. Der TuS Koblenz profitierte vom Patzer des Tabellenführers. Mit dem 2:0-Erfolg am Sonntag beim FC Bayern München II verringerte der Tabellenzweite den Abstand zu Augsburg auf sechs Zähler.

Aber nicht alle Verfolger nutzten die Chance zum Aufholen. Der Tabellendritte VfB Stuttgart II holte beim 1:1 gegen Eintracht Trier ebenfalls nur einen Punkt. Auch die TSG Hoffenheim musste sich nach einer 2:0-Führung gegen den SV Darmstadt 98 mit einem 2:2 zufrieden geben. Wir haben den sicher geglaubten Sieg hergeschenkt, kritisierte Trainer Lorenz-Günther Köstner, dessen Mannschaft als Vierter (38) noch auf Tuchfühlung zu den Aufstiegsplätzen ist. In Wartestellung bleibt Darmstadt als Sechster (35). Ich weiß nicht, ob ich mich über die Moral meiner Mannschaft freuen soll oder mich darüber ärgern muss, dass wir nicht gewonnen haben, meinte Trainer Bruno Labbadia. Auch der Karlsruher SC II musste abreißen lassen. Der Tabellenfünfte verlor sein Auswärtsspiel beim 1. FC Kaiserslautern II mit 0:1.

Der abstiegsbedrohte TSV 1860 München II kann sich wieder Hoffnungen auf den Verbleib in der dritten Liga machen. Die Bayern gewannen überraschend deutlich mit 3:1 beim personell geschwächten Tabellen-Zwölften Jahn Regensburg und haben nur noch vier Zähler Rückstand auf den rettenden 14. Rang. Mit einem Sieg konnte man nicht rechnen. Meine Spieler haben sich einfach toll verkauft, lobte 1860-Trainer Alfons Higl.

Unterdessen wächst die Kritik an Regensburgs Trainer Dariusz Pasieka, dessen Team den Ausfall von zehn Spielern durch Verletzungen und Sperren nicht kompensieren konnte. Lediglich sechs Punkte holten die Bayern aus fünf Rückrundenspielen. Ich mache weiter und trete auf keinen Fall zurück. Wir werden weiter hart arbeiten, sagte er kämpferisch.

Wir haben momentan eine ganz schlechte Phase. So wie wir spielen, gewinnen wir nicht einmal einen Blumentopf, beklagte Trainer Brent Goulet, dessen SV Elversberg mit 0:3 bei den Stuttgarter Kickers unterging. Vielleicht ist der Druck zu groß, wenn wir vom Aufstieg reden, meinte er. Ebenfalls auf der Stelle tritt die SpVgg Bayreuth nach dem 0:3 beim VfR Aalen. Schlusslicht FC Eschborn erlitt mit dem 0:3 beim SV Wehen seine 16. Saisonniederlage. Damit beträgt der Rückstand der Hessen auf den Vorletzten 1860 München II 14 Punkte.


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